Klimawandel und Energie im Mittelpunkt bei Vernetzungstreffen

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 03:46
Lesezeit: 3 Min
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St. Peters Ortschef Johannes Heuras, Wetterexperte Marcus Wadsak, Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr und Haidershofens künftiger Ortschef Michael Strasser (v. l.) beim Gedankenaustausch.
Foto: privat
Jungbürgermeister wie Haags Lukas Michlmayr besprachen beim Treffen in Wien wichtige Zukunftsthemen.
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Die Themen Energieversorgung und Klimawandel standen beim Jungbürgermeistertreffen in der vergangenen Woche im Mittelpunkt. Unter anderem Haags Ortschef Lukas Michlmayr war bei der Veranstaltung mit dabei. „Es ist klar, dass jeder auf seiner Ebene etwas dazu beitragen muss, dass wir unabhängig vom Gas werden. Das betrifft natürlich auch die Gemeindeebene“, erklärt Bürgermeister Lukas Michlmayr. Ein Vorteil der Stadtgemeinde wäre jedenfalls, dass man sich im Jahr 2020 für einen fixen Gaspreis entschieden habe. So zahlt man noch bis Februar 2024 2,4 Cent pro Kilowattstunde. „Hätten wir diesen Schritt nicht gemacht, dann würde das aufgrund des stark gestiegenen Preises zum Beispiel alleine in der Hauptschule Mehrkosten von 21.000 Euro bedeuten. Insgesamt wären es in Haag sonst mindestens um 500.000 Euro höhere Energiekosten“, führt der Ortschef weiter aus.

Hackschnitzelanlagen für mehrere Häuser

Wichtig sei allerdings, sich nicht zurückzulehnen und die Unabhängigkeit weiter zu fördern. Es gibt daher Überlegungen, kleinere Hackschnitzelanlagen zu errichten. Etwa am Hauptplatz, um Pfarrhof und Gemeinde zu beheizen. Angedacht wird auch eine größere 500 KW-Anlage für Sonderschule, Mittelschule, Bezirksgericht und Kindergarten. „Ja, das kostet einiges, aber wir müssen in diesem Bereich investieren“, sagt Michlmayr. Das sei angesichts der Kosten wirtschaftlich sinnvoll, gut fürs Klima und positiv für die Unabhängigkeit vom Gas.

Neben Lukas Michlmayr war auch Haidershofens künftiger Bürgermeister Michael Strasser beim Treffen dabei. Er betonte ebenfalls die vielen Vorteile, die ein solches Treffen mit sich bringe. „Es war allen klar, dass die nächste Zeit für alle, auch für die Gemeinden, viele Herausforderungen bringt. Über allem stand der Klimawandel. Hier hat Wetterexperte Marcus Wadsak bei einem Vortrag klar gemacht, dass es 5 vor 12 ist“, schildert Strasser.

In Haidershofen habe es in den vergangenen Jahren viele Investitionen gegeben, vor allem Amtsleiter Christian Perndl hätte viele Akzente gesetzt. „Ein Viertel des Stromverbrauchs durch die Gemeinde produzieren wir selbst. Wir werden weitere Projekte umsetzen, auch Bürgerbeteiligungsprojekte sind angedacht“, blickt Strasser in die Zukunft.

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