Großprojekt in Strengberg: Die ersten Weichen sind nun gestellt

Ehemaliges Gasthaus und Kaufhaus wurden in der Vorwoche abgerissen. 56 Wohnungen werden bis 2023 errichtet.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 04:50
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Johann Bruckner und Vizebürgermeister Lukas Schatzl (von rechts) machten sich vor Ort selbst ein Bild von der Strengberger Großbaustelle.
Foto: privat

Die 50 km/h-Beschränkung wird in Strengberg gerne überschritten. In der Vorwoche waren manche Autofahrer jedoch sogar deutlich langsamer unterwegs als erlaubt. Schließlich gab es entlang der B1 einiges zu sehen, denn das ehemalige Gasthaus Steinkellner und das ehemalige Kaufhaus Hödl wurden binnen einer Woche abgerissen, um für ein Wohnbauprojekt Platz zu machen.

Gröbere Verkehrsbehinderungen gab es durch die Großbaustelle nicht. „Beim Wände-Abriss wurde die B1 kurzfristig für ein paar Minuten gesperrt, aber das ging blitzschnell, hat gut funktioniert und es gab keine Staus“, berichtet Bürgermeister Johann Bruckner. Übrig geblieben ist von den beiden Gebäuden abgesehen von ein paar Grundmauern jede Menge Schutt, der seit Freitag von einer dünnen Schneedecke zugedeckt wird.

Baubeginn bleibt trotz Rechtsverfahren aufrecht

Die Firma Simader errichtet unter der Bezeichnung „Unterbergerhof“ insgesamt 56 Wohneinheiten in der Größe zwischen 40 und 150 Quadratmetern, die auf sieben Gebäude aufgeteilt sind. Neben den Wohnungen stehen auch Flächen für die Gemeinde zur Verfügung. So soll ein Mehrzwecksaal nach dem Vorbild des Sturmhofs in Oed entstehen. Vorgesehen ist eine Gesamtfläche von 350 Quadratmetern, von denen der Saal 240 Quadratmeter belegen wird. Der Rest entfällt auf Foyer, Lagerräume, Küche, Garderobe und Sanitäranlagen. Der Kostenrahmen wurde mit 1,4 Millionen Euro festgelegt. Der Gemeinderat entscheidet in der Sitzung Mitte Dezember darüber, ob man den Kaufvertrag dafür unterschreiben wird.

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Wer derzeit auf der B1 durch Strengberg fährt, dem bietet sich ein ungewohntes Bild. Vom ehemaligen Gasthaus Steinkellner und dem ehemaligen Kaufhaus Hödl sind seit der Vorwoche nur noch Schutthaufen übrig, die sich unter einer dünnen Schneedecke verstecken.
Foto: Foto privat

Der Zeitplan für die Errichtung des Wohnprojekts ist jedenfalls sportlich. „Heuer soll noch mit den Baggerarbeiten und der Tiefgarage begonnen werden. Baubeginn ist nächstes Jahr und im August 2023 soll alles fertig sein“, erklärt der Ortschef.

Die Firma Simader lässt sich dabei auch nicht von einem noch beim Verwaltungsgerichtshof anhängigen Rechtsverfahren einbremsen. „Ein Anrainer verbeißt sich noch in das Projekt, aber rein bautechnisch ist alles in Ordnung. Die Baubewilligungen sind draußen, einem Baubeginn steht nichts im Weg“, stellt Bürgermeister Johann Bruckner klar.