Feuerwehr feierte Freundschaft

Erstellt am 24. Juni 2022 | 04:05
Lesezeit: 3 Min
Die Feuerwehr Meilersdorf konnte anlässlich des 110-jährigen Bestehens ein neues Fahrzeug in den Dienst stellen und die Freundschaft mit deutscher Partnerwehr erneuern.
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Schon die beim Festgottesdienst am 19. Juni in der neuen Veranstaltungshalle von der Trachtenkapelle Wolfsbach intonierte „Europa-Messe“ sollte den Fokus auf völkerverbindende Begegnung, wie sie seit nunmehr 51 Jahren mit dem Löschzug Witterschlick, Gemeinde Alfter (bei Bonn), gepflegt wird, richten.

Pfarrer Pater Jacobus Tisch hob in seiner Ansprache die an das Vorbild des Heiligen Florian anknüpfenden positiven Eigenschaften des selbstlosen Einsatzes der Feuerwehrkameraden hervor und ermutigte: „Macht Gott zu eurem obersten Kommandanten!“

Der Meilersdorfer Kommandant Florian Wieser betonte die zwei großen Herausforderungen der letzten Jahre: „Wir mussten unser bekanntes ‚Riedler-Fest‘ neu denken, und seit zweieinhalb Jahren beschäftigte sich eine Gruppe auch mit der Anschaffung eines neuen Hilfeleistungsfahrzeuges.“ 170 verschiedene Ausrüstungsgegenstände befinden sich nun am neuen HLF2, die Marktgemeinde unterstützte die Anschaffung mit 60 Prozent der Gesamtsumme von rund 500.000 Euro, 100.000 musste die Wehr selbst aufbringen.

Seit 1995 war das ausgeschiedene Vorgängerauto im Dienst. „Das neue Universalfahrzeug führt 2.000 Liter Wasser mit und hat auch einen Stromerzeuger, Atemschutzgeräte, hydraulisches Rettungsgerät, eine Tragkraftspritze, Hebekissen und vieles mehr an Bord“, erklärt der Kommandant. Bürgermeister Josef Unterberger stellte klar, dass das Fahrzeug technisch notwendig war, gleichzeitig aber auch die Mannschaft von Neuem motiviert.

Bezirkskommandant Rudolf Katzengruber erwähnte auch den vorjährigen Auslandeinsatz im Zuge der Waldbrände in Nordmazedonien und hob den tollen Ausrüstungsstand heimischer Wehren und die Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer meinte: „Sicherheit ist ein hohes Gut! Die innere Sicherheit gewährleisten uns die Blaulichtorganisationen.“

Ein Zeichen der Völkerverständigung

20 Gäste waren extra aus dem Ruhrgebiet angereist, um die seit 1971 währende Freundschaft mit der Meilersdorfer Wehr wieder einmal deutlich zu bekunden. Bürgermeister Rolf Schumacher sieht die Feuerwehren seit den letzten Katastrophen noch intensiver eingebettet in das gesellschaftliche Tun, die länderübergreifende Freundschaft wertet er als Dienst am Frieden und Beitrag zur Völkerverständigung.

Löschgruppenführer Michael Klaudt erläuterte in launigen Worten seine ersten Erfahrungen beim Zeltlager in Meilersdorf. Andreas Lützenkirchen und Siegfried Winand wurden mit dem Verdienstzeichen für internationale Feuerwehrfreundschaft ausgezeichnet.

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