Radweg: 600.000 Euro investiert und Lücke geschlossen. Stadt Haag investierte 600.000 Euro in Radwege. Die Most-Radroute, die durch die Gemeinde führt, verbindet nun den Ybbstal- und den Donauradweg.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Mai 2019 (05:01)
Vizebürgermeister Anton Pfaffeneder, Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer, Bürgermeister Lukas Michlmayr, Mostbaron Hans Hiebl und Gemeinderätin Anna Mayrhofer (von links) freuen sich über das fertiggestellte Radwegeprojekt und die neue Rad- und Wanderkarte.
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Der Ybbstal- und der Donauradweg erfreuen sich bei den Radtouristen großer Beliebtheit. Was fehlte, war eine Verbindung der beiden Radwege. Diese wurde nun mit der Most-Radroute geschaffen.

„Für uns war klar, dass die Route über Haag laufen muss. Es war aber eine besondere Herausforderung, denn wir wollten eine Route, die bei Mostheurigen vorbeiführt, die ins Zentrum und zu den Freizeiteinrichtungen führt, die nicht auf Bundes- oder Landesstraßen verläuft und die eine niedrige Höhendifferenz aufweist“, erläutert Bürgermeister Lukas Michlmayr die vielen Vorgaben, die der Radweg erfüllen sollte.

Um dies alles zu realisieren, waren einige bauliche Maßnahmen notwendig. So wurde im Bereich des Tierparks ein neuer Geh- und Radweg errichtet und ein neues Teilstück entlang der B42 zwischen Kreisverkehr und Ampel, bei der die Bundesstraße auch gequert werden kann. Ein Knotenpunkt der Most-Radroute befindet sich beim Mostheurigen von Hans Hiebl in Krottendorf, wo die Anbindung des Ennsradwegs aus Haidershofen in die Most-Radroute mündet.

„Wir haben 600.000 Euro in unsere Radwege investiert. Das ist ein Batzen Geld.“Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr

„Wir haben 600.000 Euro in unsere Radwege investiert. Das ist ein Batzen Geld“, erklärt Lukas Michlmayr. Eine Summe, die sich die Gemeinde nur mit Unterstützung von Land, Bund und Europäischer Union leisten konnte. „Es ist interessant zu wissen, wo überall die EU in unseren Gemeinden steckt“, betont der Stadtchef, dass die bei diesem Projekt in Anspruch genommene KlimaAktiv-Förderung durch die EU mitfinanziert wird.

Damit die neue Radroute bekannt wird, hat die Gemeinde eine Rad- und Wanderkarte gestaltet und tausend Stück davon gedruckt. Diese Karte wird am Gemeindeamt erhältlich sein, aber auch in den Haager Beherbergungsbetrieben aufliegen. Für Gemeinderätin Anna Mayrhofer, die in ihrem Vierkanthof Urlaub am Bauernhof anbietet, ist die Most-Radroute eine große Chance für die Gemeinde. „Die Gäste kennen den Donauradweg schon. Jetzt wollen viele auch etwas anderes sehen“, ist sie überzeugt. Wer das hügelige Gelände rund um Haag lieber mit einem E-Bike erkunden möchte, aber selbst keines besitzt, hat beim Lindenhof der Familie Forstmayr die Möglichkeit, sich ein E-Bike auszuleihen. Zwei Räder stehen derzeit zur Verfügung.

Das Haager Radwegeprojekt wurde in Kooperation mit der Moststraße erstellt. Eine Zusammenarbeit, für die Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer nur lobende Worte findet. „Es ist schön, wenn eine Gemeinde so aufspringt wie Haag. Es ist ja eine der Schwerpunktgemeinden und hat mit dem Tierpark das größte Ausflugsziel der Region zu bieten“, erklärt Hinterholzer. Insgesamt gibt es im Bereich der Moststraße 400 Kilometer beschilderte Radwege.