Ärger über Vandalismus in Haag. Unbekannte Täter zogen eine Spur durch ganz Haag. Sie beschmierten unter anderem eine öffentliche WC-Anlage.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 29. Oktober 2019 (05:10)
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Die Vandalen beschmierten in Haag unter anderem einen Transformatorkasten der EVN.
privat

Vandalismus ist in Haag nicht unbedingt neu. „Das geht schon seit einem Jahr so, dass alles angeschmiert wird“, erklärt Stadtamtsdirektor Gottfried Schwaiger. In den letzten Monaten war es jedoch verhältnismäßig ruhig, ehe die Situation eskalierte. „Es zieht sich durch die ganze Stadt. In jeder Ecke von Haag gibt es Beschmierungen. Auch Blumen wurden ausgerissen“, betont Johann Feuerhuber, der Leiter des Bauhofes. Zuletzt sei er fast jeden Tag bei der Polizei gewesen, um die Vorfälle anzuzeigen, verdeutlicht Feuerhuber die aktuelle Problematik.

Besonders aktiv waren die unbekannten Täter im Weißpark, wo sie die Wände in der öffentlichen WC-Anlage beschmierten. Aber auch Transformatorkästen der EVN und Recycling-Container blieben nicht verschont. Mit Spray oder Lack malten die Vandalen unter anderem nicht entzifferbare Schriftzüge, den Code 187 und Hakenkreuze auf.

Polizei wird nun verstärkt kontrollieren

All die Beschmierungen zu entfernen, sei nicht nur viel Arbeit, sondern koste auch viel Zeit und Geld, betont Stadtamtsdirektor Schwaiger. Verstärkte Kontrollen der Polizei sollen die Vandalen künftig von ihren Taten abhalten. „Mehr kann man eh nicht tun“, gibt er zu.

Sollte sich die Situation noch weiter verschärfen, kann sich Bürgermeister Lukas Michlmayr schon vorstellen, Teile des Weißparks beziehungsweise die öffentliche WC-Anlage im Park zu sperren. „Ich sehe den Park als Naherholungsgebiet und das wollen wir für die Haager natürlich offen halten. Wenn der Vandalismus aber ausartet, muss man Maßnahmen setzen“, stellt der Stadtchef klar. Er appelliert auch an seine Gemeindebürger, alle Vandalenakte, die ihnen auffallen, bei der Polizei zu melden.