„Ein neuer Höchststand“ an Hauptwohnsitzen in Haag. Mit Stichtag 1. Jänner lebten 5.643 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Haag. Das sind so viele wie nie zuvor. Erstmals gab es 2019 mehr Geburten als Sterbefälle.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 04. März 2020 (04:32)
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„Im Gegensatz zu anderen Gemeinden sind wir eine Zuzuggemeinde“, freut sich Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr über einen neuen Einwohnerrekord in seiner Gemeinde. Mit Stichtag 1. Jänner waren in Haag nämlich 5.643 Menschen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Vor einem Jahr spuckte die Statistik zu Jahresbeginn hingegen nur 5.573 Hauptwohnsitzer aus.

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Bürgermeister Lukas Michlmayr freut sich über den Bevölkerungszuwachs.
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„Das ist ein neuer Höchststand. Ein Plus von 70 Einwohnern haben wir in den letzten Jahren noch nicht erlebt. Man sieht, dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen“, ist er überzeugt. Gründe für den Bevölkerungszuwachs gibt es für ihn gleich mehrere. Einerseits verzeichnete man in der Gemeinde im Jahr 2019 insgesamt 54 Geburten und 40 Sterbefälle. Ebenfalls eine Novität, wie Michlmayr erklärt, denn „letztes Jahr hatten wir erstmals mehr Geburten als Sterbefälle.“ Während rund 50 Geburten zuletzt der übliche Jahresschnitt waren, liegen die 40 Sterbefälle unter dem Durchschnitt.

Dass in den letzten zwei Jahren insgesamt 350 Personen ihren Wohnsitz in Haag neu anmeldeten, hat für den Stadtchef aber vor allem drei gute Gründe: die Arbeitsplatzsituation, die Verkehrsanbindung und die Wohnqualität. So seien in der Gemeinde in den letzen Jahren insgesamt 250 neue Arbeitsplätze geschaffen worden und auch die Nähe zu Städten wie Steyr oder Linz, wo viele Haager Bürger arbeiten, sei gegeben. Die gute Verkehrsanbindung mit Autobahn und Bahn mache Haag als Wohngegend ebenfalls zusätzlich attraktiv, betont Michlmayr. Zudem wurde auch neuer Wohnraum geschaffen. „In Holzleiten wurden sieben Doppelhäuser errichtet und 50 Bauparzellen geschaffen. Deshalb sind vor allem viele Jungfamilien nach Haag gekommen“, weiß der Bürgermeister.

Dennoch soll die Gemeinde Haag nicht zu schnell wachsen. „Unsere Strategie ist es, stetig zu wachsen. Pro Jahr so um ein Prozent“, verrät Lukas Michlmayr. Schließlich müssten ja auch die Infrastruktur sowie die Kapazitäten der Kindergärten und Schulen danach ausgerichtet werden.