Gärten als Reiseziel

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 16:47
Lesezeit: 3 Min
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Christine Hammerschick in ihrem Garten mit Hund Romeo.
Foto: Judith Jandrinitsch
Einen Blick in private grüne Wohnzimmer bekommen all jene, die mit Christine Hammerschick auf Tour gehen.

Christine Hammerschick hat den grünen Daumen. Bis 2021 war ihr Garten in Gumpoldskirchen offizieller Schaugarten von „Natur im Garten“, sie selbst im Verein engagiert. Da nichts bleiben kann, wie es ist, hat sie heuer kurz entschlossen ihren ganzen Garten umgegraben und neu gestaltet – alleine wohlgemerkt, ohne fremde Hilfe. Herzstück ihres umgestalteten Gartens ist das neu angelegte Schwimm-Biotop. Anregungen für ihre Gartengestaltung holt sie sich gerne von Außen, auch wenn für sie jeder Garten „einmalig und einzigartig ist“.

Sie vergleicht und bewertet nicht, sondern genießt und lässt das Flair jedes Gartens auf sich wirken. Dieses Erlebnis will sie auch anderen Menschen ermöglichen, dafür hat sie 2016 die Reiseleiterakademie mit Diplom abgeschlossen. Seitdem unternimmt sie mit Reisebüros Fahrten durch Niederösterreich und Oberösterreich, um ihren Mitreisenden dank ihres großen Netzwerkes Einblicke in Schaugärten und private Gärten zu ermöglichen. Für 2023 hat sie Größeres geplant.

„Der Chef von Weiermair Reisen in Oberösterreich hat mich gefragt, ob ich nicht Gartenreisen über die Grenzen von Österreich hinaus organisieren möchte. Da habe ich begeistert Ja gesagt“, erzählt die Gartenliebhaberin. Durch ihre Gartenleidenschaft hat sie sich ein großes Netzwerk aufgebaut, von dem sie jetzt profitiert. „Es gibt Gärten, die sind öffentlich zugänglich und es gibt Gärten, da muss man die Besitzer kennen, um einen Zugang zu erhalten“, weiß Hammerschick. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Garten in Niederösterreich, der Lüneburger Heide oder in den englischen Cotswolds befindet.

„Jeder glaubt, dass nur England herausragende Gärten zu bieten hat, aber dem ist nicht so“, erzählt Hammerschick, die auch immer wieder Gartenbesitzer anspricht, ob diese nicht bereit wären, ihre Gartenparadiese herzuzeigen. Wer mit Christine Hammerschick verreist, bekommt nicht nur Einblicke in Natur und Gärten, sondern auch in die Kultur. „Warum soll man nicht ein interessantes Bauwerk besichtigen, das unmittelbar am Weg liegt, eine Burgruine, ein Kloster oder ein anderes Baudenkmal?“, fragt sie. Dadurch werden die Gartenreisen noch einmal so spannend und interessant.