„CHEFSACHE“: 12 persönliche Fragen. Hallo! Mostviertel hat den Chef der Firma Ultimate, Ing. Manfred Teufl, zum Interview gebeten.

Erstellt am 03. Februar 2021 (09:40)
Ing. Manfred Teufl
ULTIMATE EUROPE

Wenn Sie die letzten ein bis zwei Jahre Revue passieren lassen, auf welche Erfolge sind Sie stolz?
Manfred Teufl: Ich bin stolz darauf die Firma gemeinsam mit meinen Mitarbeitern auf Erfolgskurs gebracht zu haben. 2019 haben wir mit der Gründung eines Engineering Büros in Polen, sowie dem Erwerb von zwei Produktionsstätten in der Türkei und in Rumänien einen weiteren Schritt gesetzt, um unser Wachstumsziel in Richtung 100-120 Millionen Umsatz zu steuern. Mit unserem Neubau, der nächstes Jahr fertiggestellt sein wird, werden wir durch die Zusammenlegung unserer 3 Standorte in Amstetten eine Effizienzsteigerung erzielen, um unser Umsatzziel zu erreichen.

Über welche Anerkennung haben Sie sich in letzter Zeit besonders gefreut?
Manfred Teufl: Als Geschäftsführer und Gesellschafter ist man nicht zielgerichtet auf Anerkennung oder Auszeichnungen, sondern möchte etwas schaffen, das Bestand hat. Es ist die persönliche Genugtuung etwas zu leisten, zu vergrößern und natürlich erfolgreich zu sein, trotz Rückschlägen, die es immer wieder gibt.
Das Meistern von schwierigen, manchmal aussichtslosen Themen im Rahmen des Geschäftes bringt die größte Freude als Geschäftsführer, aber auch für die Mitarbeiter.

Was würden Sie jungen Menschen raten, welche Stärken und Talente zu Spitzenleistungen im Beruf führen?
Manfred Teufl: Entscheidend für Spitzenleistungen ist das persönliche unermüdliche Interesse an wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen quer durch alle Branchen. Nur weil man es immer so gemacht hat, heißt es nicht, dass es der bessere Weg ist. Es ist wichtig offen für neue Denkansätze zu sein und ein starkes Durchhaltevermögen zu haben, wenn es mal nicht so gut läuft.

Wie binden Sie Ihre Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse ein?
Manfred Teufl: Da wir ein familiäres Betriebsklima pflegen, werden Mitarbeiter, je nach Qualifikationen in Entscheidungen eingebunden. Das gilt auch für unseren geplanten Neubau in St. Georgen/Ybbsfelde. Hier wurde eine Liste für alle Mitarbeiter bereitgestellt, wo Vorschläge, Wünsche und Verbesserungsvorschläge für das neue Gebäude genannt werden konnten. Dachterrasse und Gym-Bereich sind, nur um Beispiele zu nennen, fixe Bestandteile dieser „Wunschliste“, welche mit in die Planung aufgenommen wurden.

Wie hoffen Sie, dass Ihre Mitarbeiter über Sie denken?
Manfred Teufl: Ich denke, dass meine Mitarbeiter wissen, dass ich stets eine offene Tür habe und ich somit stets für ein Gespräch zur Verfügung stehe. Mir ist es wichtig, dass meine Mitarbeiter eine positive Arbeitseinstellung haben und motiviert sind. Durch Gespräche mit den Führungsebenen bis hin zur Reinigungsdame, erhalte ich immer einen guten Einblick in die aktuellen Geschehnisse sowie über diverse Probleme, die es eventuell aktuell zu lösen gibt.

Können andere Kritik bei Ihnen anbringen?
Manfred Teufl: Natürlich! Kritik, die sachlich formuliert und gerechtfertigt ist. Im Berufsleben ist es wichtig, aus Fehlern zu lernen, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Nur wer in der Lage ist, konstruktive Kritik zu akzeptieren und die beanstandeten Punkte dann auch zu verbessern, lernt dazu.

Wie sieht für Sie eine optimale Kommunikation aus?
Manfred Teufl: Optimale Kommunikation ist offen und es ist unbedingt die sachliche und die Beziehungsebene voneinander zu trennen. Wir leben eine offene Kommunikation im Unternehmen und gerade in der aktuellen COVID Situation ist die Kommunikation das A und O, um alle am selben Wissensstand teilhaben zu lassen und den Mitarbeitern die Unsicherheit zu nehmen.

Sind Sie eher ein Morgen-oder ein Abendmensch?
Manfred Teufl: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Wie tanken Sie Ihre persönlichen Energie-Akkus am besten auf?
Manfred Teufl: Am besten schalte ich beim Sport und Lesen von Fachmagazinen ab.

Wann und womit haben Sie Ihr erstes eigenes Geld verdient?
Manfred Teufl: Mein erstes Geld habe ich als Schüler mit Bekleben von Schmuckkassetten mit Samt verdient. Meine Eltern waren damals in dieser Fabrik beschäftigt und für mich als Schüler war die Tätigkeit sehr attraktiv, da ich mir durch das Geld einiges kaufen konnte, wie ein Rad oder Skier.

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Manfred Teufl: Erfolg bedeutet für mich, gesteckte Ziele mit Beharrlichkeit zu verfolgen und zu erreichen. Die Firma auf Kurs zu halten, speziell in der aktuellen Covid-Krise, und weiter auf Erfolgskurs zu sein. Wir sind stolz einen kleinen Teil an innovativen Lösungen in Europa voranzutreiben, damit unser Wohlstand weiter erhalten bleiben kann. Leider ist dies aufgrund der fehlenden Einheit in Europa und der ständig wachsenden Bürokratie oft eine große Herausforderung.

Welche Ziele haben Sie sich für 2021 gesteckt?
Manfred Teufl: Die Covid-Krise hat uns nicht so hart getroffen, wie manch andere Bereiche (Handel oder Tourismus), aber trotzdem gab es für uns auch Einbußen. Trotz allem haben wir 2020 über 30 neue Mitarbeiter eingestellt und treiben unsere Planung für den neuen Firmenstandort voran.
Die Auftragslage hat sich in den letzten Monaten stetig verbessert, sodass wir nach wie vor qualifizierte Mitarbeiter suchen und nach einer hoffentlichen Stabilisierung der Wirtschaft in 2021, werden wir 2022 wieder mehr auf Wachstum setzen.