Stimmen aus Herzogenburger Banken: Euro hat „Erwartung erfüllt“

Erstellt am 19. Januar 2022 | 04:58
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Prokurist Rudolf Singer von der Raiffeisenbank war immer für gemeinsame Währung: „Niemand sehnt sich nach dem Schilling.“
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Prokurist Rudolf Singer, Gebietsleiter der Raiffeisenbank Herzogenburg, kann sich noch sehr gut an den Mittwoch, 2. Jänner 2002, erinnern: „Er war sicher, auch im Nachhinein betrachtet, der anstrengendste Tag in meiner fast 36-jährigen Tätigkeit bei der Raiffeisenbank. Gemeinsam mit meiner damaligen Kollegin Michaela Kerschner (jetzt in der Betriebsbuchhaltung tätig) haben wir den ersten Tag mit der neuen Währung von 7 bis fast 22 Uhr in der Bankstelle in Inzersdorf und dann in Herzogenburg gemeistert. Im Vorfeld (am 15. November 2001 – ein Samstag) wurden die Starter-Kids ausgegeben – die Bankstelle in Inzersdorf war hier sogar am Vormittag geöffnet.“

Dabei hat Singer diesen Tag herbei gesehnt: „Ich war eigentlich immer für die gemeinsame Währung und damit für die Einführung des Euro. Im Vorfeld gab es ja die Verrechnungswährung ECU, da besaß ich auch einige Anleihen.“

Von seiner Seite her hätte sich die Erwartung voll erfüllt. Auch im Zuge der diversen Krisen, die der Euro bereits durchgemacht habe, habe sich gezeigt, dass es nur „miteinander“ gehe. In der gemeinsamen Währung sei es leichter, sich gegen „Angriffe“ von außen zu wehren: „Alleine bei der Schweiz sieht man, wie schwer es ist, gegen sie zu bestehen. Leider weiß ich nicht mehr, welche Befürchtungen es damals gegeben hat – daher weiß ich nicht, ob sie wahr geworden sind“, erklärt Singer.

Und weiter: „Heute noch sehe ich die gemeinsame Währung nur positiv. Kein Bewohner sehnt sich mehr nach italienischer Lira, französischer Francs, deutscher Mark oder auch dem Schilling zurück. Wer jemals im Euro-Ausland auf Urlaub war, schätzt die gemeinsame Währung, auch im Vergleich zu den Preisen.“

„Mit allen Stärken und Schwächen“

Auch bei der Volksbank sieht man die Euro-Einführung positiv: „Ja, der Euro ist ein großes Gemeinschaftsprojekt der EU. Mit allen Stärken und Schwächen. Und ganz besonders in der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren wäre es ohne dem Euro zu noch weit dramatischeren Entwicklungen gekommen. Vor allem in den südlichen Ländern Europas“, erinnert Birgit Reiböck von der Marketing- & Kommunikationsabteilung der VolksbankNÖ.

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