Herzogenburg: Europa-Preis für den Klimaschutz. 16 Projekte aus sieben Ländern wurden sind prämiert worden, unter den Ausgezeichneten befindet sich auch Herzogenburg.

Von Alex Erber und Hans Kopitz. Erstellt am 28. April 2021 (04:19)
Übergabe der „Climate Stars“: Bürgermeister Peter Eisenschenk (Tulln), KEM- und KLAR-Manager Gregor Danzinger (Klimamodellregion Retzer Land) Geschäftsführer-Stellvertreterin Petra Schön (Klimabündnis), Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeister Christoph Artner (Herzogenburg), Präsident Alfred Riedl (Österreichischer Gemeindebund), Bürgermeister Martin Schuster (Perchtoldsdorf; von links).
NLK/Jürgen Burchhart, NLK/Jürgen Burchhart

Bereits zum neunten Mal hat die europäische Geschäftsstelle des Klimabündnisses den „Climate Star“ vergeben. Mit dem Klima-Award werden die besten Klimaschutzprojekte aus dem Klimabündnis-Netzwerk vor den Vorhang geholt. Dieses umfasst 1.800 Gemeinden in 27 Ländern Europas. 16 Projekte aus sieben Ländern wurden heuer prämiert. Darunter befinden sich gleich vier aus NÖ: Herzogenburg (20 Ideen fürs Klima), Perchtoldsdorf (Perchtoldsdorf 4 Future), Tulln (Wasser-Wasser-Wärmepumpe) und die Klimamodellregion Retzer Land (Lokaler Strommarkt).

„Europäische Vorreiter bei der Energiewende“

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Gerade Gemeinden und Städte sind starke Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Die prämierten Projekte zeigen, dass die kommunale Ebene ein Motor für den notwendigen Wandel ist und hier schon viel Innovationskraft dahinter steckt. Das Land NÖ ist als eine der ersten Regionen Europas vor 25 Jahren dem Klimabündnis beigetreten, mittlerweile haben wir über 420 Klimabündnis-Gemeinden – so viele wie keine andere Region. Mit ihrer Unterstützung sind wir europäischer Vorreiter bei der Energiewende.“

Glückwünsche gab es auch von Tine Heyse, der Vorstandsvorsitzenden der europäischen Geschäftsstelle des Klimabündnisses: „Der ,Climate Star‘ stand heuer unter dem Motto ,Wir sind Wandel – Erfolgsgeschichten im lokalen Klimaschutz‘. Die ausgezeichneten Projekte sind der Beweis, dass der Wandel hin zu einer den Pariser-Klimazielen entsprechenden Politik auf kommunaler Ebene bereits eingeleitet wurde.“

Thomas Posch zum Beispiel ist regelmäßig beim „he mobil“-Fahrdienst zur Erhaltung und Steigerung der Mobilität in Herzogenburg im Einsatz. Er ist einer von vielen Ehrenamtlichen, die sich dadurch auch in Sachen Klimaschutz in den Dienst der guten Sache stellen.
Hans Kopitz, Hans Kopitz

Stolz auf die Verleihung ist Bürgermeister Christoph Artner: „Wir bekennen uns zu den Werten der Vereinigung der Klimabündnisgemeinden und nehmen sowohl den Umweltschutz in der Heimat wie auch die Verantwortung im globalen Klimaschutz wahr. Dazu ermöglicht die Stadtgemeinde ihren Bürgern sich in 20 Projekten einzubringen und dabei mitzuhelfen, die Zukunft etwas besser zu machen.“ Unter den Projekten befinden sich die Grünraumpatenschaften, das kostenlose Leihrad, die „Kostbare Jubiläumsrunde“, das Photovoltaik-Sparbuch, der „he mobil“-Fahrdienst und das Reparaturcafé.

Natürlich freue er sich über den „Climate Star“: „Aber der Dank geht an die engagierten Bürger der Stadt sowie an die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen und Organisationen“, betont Artner.