Bier-Heuriger: Wirbel wegen Polizeieinsatz. Premiere endete für die Veranstaltung mit einem sehr üblen Nachgeschmack. Der Vermieter betont: „Alles genehmigt, alles okay!“

Von Birgit Kindler und Alex Erber. Erstellt am 04. Juni 2019 (04:20)
Symbolbild

Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s! Die Erinnerung an die denkwürdige Premiere des „Bier-Heurigens“ in Rassing wird ganz gewiss noch lange erhalten bleiben. Zumindest bei Josef Schmied, in dessen ehemaligen Heurigenlokal die Veranstaltung über die Bühne ging. Und beim Organisator aus Kapelln, der den „Bier-Heurigen“ ausrichtete, um das St. Pöltner Spitzen-Bier bekannter zu machen.

Der Reihe nach: Die Veranstaltung war in vollem Gang, als plötzlich die Exekutive auftauchte. „Die Veranstaltung wurde angezeigt, aber wir wissen nicht warum“, berichtet Josef Schmied gegenüber der NÖN.

"Die Veranstaltung wurde angezeigt, aber wir wissen nicht warum“

Die Polizisten hätten den Organisator (Name der Redaktion bekannt) gesucht. Grund dafür soll eine fehlende Betriebsanlagengenehmigung sowie ein fehlender Gewerbeschein gewesen sein. „Aber ich habe seit sieben Jahren einen Gewerbeschein und für das Lokal gibt es eine Betriebsanlagengenehmigung. Sollte es zu einem Verwaltungsstrafverfahren kommen, werde ich mich dem natürlich stellen“, erklärt der Kapellner. Auch die Exekutive soll nicht gewusst haben, warum es diese Anzeige gibt.

„Vogl: „Wurden über Anzeige informiert“

Dass es eine Anzeige gibt, von der auch die Gemeinde erfahren hat, bestätigt Kapellns VP-Bürgermeister Alois Vogl. Er betont allerdings: „Wir sind von der Bezirkshauptmannschaft in Form eines Schreibens von der Anzeige informiert worden. Diese Behörde ist auch zuständig in dieser Angelegenheit.“ Seitens der Bezirkshauptmannschaft wollte man sich zu „laufenden Verfahren“ nicht äußern. „Liegt eine Anzeige vor, werden wir diese behandeln wie jede andere auch“, stellt Bezirkshauptmann Josef Kronister klar.

Besonders pikant an Geschichte: Bier-Lokal-Besitzer und Organisator wollen wissen, wer die Anzeige gemacht hat - nämlich VP-Gemeinderätin Petra Thoma, wie sie der NÖN mitteilen, ohne diese Vermutung näher zu präzisieren. „Ich weiß aber nicht, warum und wer etwas davon haben könnte“, beteuert der Veranstalter.

Entrüstet reagiert VP-Gemeinderätin Petra Thoma auf diesen Vorwurf: „Ich habe damit nichts zu tun. Wer hat das gesagt? Das lasse ich mir nicht gefallen.“

Und so steht Aussage gegen Aussage in der „Bier-Affäre“.