Herzogenburg: Absage-Flut bis in den Dezember. Von der Jungweinpräsentation bis hin zum „G‘miatlichen Herzogenburger Advent“: Veranstaltungen wurden bereits gestrichen.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 17. Oktober 2020 (03:42)
Der Obmann des Herzogenburger Sinfonieorchesters, Philipp Gutmann (rechts), hofft natürlich mit Bürgermeister Christoph Artner, dass das Neujahrskonzert stattfinden kann.
Hans Kopitz

So wie im ganzen Land kommt auch in der Stiftsstadt das gesellschaftliche Leben langsam zum Erliegen. Die Gastronomie und auch die Heurigenwirte, die eigentlich jetzt im Herbst Hochsaison haben, beklagen den Gästerückgang – und auch die zahlreichen Feste, die sonst es um diese Jahreszeit gibt oder die heuer vom Frühjahr in den Herbst verschoben wurden, sind abgesagt.

Darunter befinden sich viele Veranstaltungen, die zahlreiche Gäste nach Herzogenburg gelockt und auf die sich Besucher aus nah und fern schon gefreut haben, wie die Traisentaler Jungweinpräsentation, die sonst zum Nationalfeiertag im Stift über die Bühne geht. Dort werden edle Tropfen aus der Region serviert, dazu gibt es ein üppiges Bauernbuffet. Auch die geplante Gemeinschaftsausstellung im Reitherhaus anlässlich der Tage der offenen Ateliers, das Kabarett mit Rudi Schöller in der Schupfengalerie, der Wandertag in Gutenbrunn, der Auftritt der „Comedian Vocalists“ im Augustinussaal, das Erntedankfest im Pflege- und Betreuungszentrum am Schillerring („Martinsheim“) und das Kürbisfest der Kinder im Volksheim fielen oder fallen heuer der Pandemie zum Opfer. Auch die Großveranstaltung „G’miatlicher Herzogenburger Advent“, für die die Interessensgemeinschaft der Wirtschaft verantwortlich zeichnet, ist bereits frühzeitig abgesagt.

Wie es mit den kommenden Veranstaltungen aussieht – wie die Vernissage „Zufälle“ von Brigitta Schubert, eine kabarettistische Lesung mit musikalischer Begleitung im Sparkassensaal oder der traditionelle Auftritt der Paldauer in der Freizeithalle, steht noch in den Sternen.

Doch nicht nur Veranstaltungen, auch die Jungscharwanderung und die Gruppenstunden für die Jugend sowie die Tagesausflüge für die Pensionisten wurden gestrichen. „Weil es ja in den vergangenen Monaten keine Ausflüge gegeben hat, planen wir für die ersten drei Monate im nächsten Jahr nur Halbtagsausflüge ein, damit die Senioren nicht den ganzen Tag die Maske tragen müssen. Und für die weiteren Monate wollen wir die ausgefallenen Ausflüge von heuer nachholen“, erklärt, positiv eingestellt, der Obmann des Pensionistenverbandes Franz „Lucky“ Leithner.

Neujahrskonzert soll über die Bühne gehen

Eine erfreuliche Nachricht gibt es dennoch: Wenn nicht wirklich etwas Gravierendes dazwischenkommt, geht am Sonntag, 3. Jänner, wie geplant das 22. Neujahrskonzert in der Freizeithalle über die Bühne. „Wir haben das Ganze bei der vergangenen Generalversammlung besprochen. Es gibt zwar die üblichen Auflagen, aber wir bekommen einen Teil der Halle dazu, sodass der vorgeschriebene Abstand eingehalten werden kann“, blickt Obmann Philipp Gutmann im NÖN-Gespräch voraus.