Kultband "The Dreamers" löst sich auf: Ende der Träume. Die Musikformation „Dreamers“, weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt, ist nach 30 Jahren Geschichte. Bandleader Poldi Denk, der seine Wurzeln in Herzogenburg hat, blickt zurück und gleichzeitig nach vorne.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 11. November 2020 (04:31)
„Ein herzliches Dankeschön an alle Veranstalter und an das treue Publikum in der Gemeinde Herzogenburg, wir dürfen auf zahllose rauschende Ballnächte und stimmungsvolle Sommerabende zurückblicken“, sagt Poldi Denk. Das Bild zeigt ihn mit zwei Fans bei einem Stadtfest am Rathausplatz.
Hans Kopitz

„Fünf Musiker, fünf Sänger, fünf starke Typen“: So lautet die Kurzbeschreibung der Band „The Dreamers“, die fast vier Jahrzehnte lang Tanz- und Stimmungsmusik bei Bällen, Tanzpartys und Zeltfesten bot. Das Quintett war landauf, landab bekannt wie die sprichwörtlich „bunten Hunde“.

Doch nun sind die gemeinsamen musikalischen Zeiten vorbei, denn „The Dreamers“ gibt’s nicht mehr. Die Band, die beim „Frühlingserwachen“ in der Wachauhalle Weißenkirchen coronabedingt ihren letzten Auftritt absolvierte, hat sich aufgelöst. Eigentlich war die Band ja in Krems zu Hause – und ihr Bandleader Poldi Denk ist es noch immer, da der Vollblutmusiker aber in Herzogenburg seine Wurzeln hat und auch hier aufgewachsen ist, gehörten die „Dreamers“ einfach auch zur Stiftsstadt.

Die fünf Boys haben eine andere Aufgabe gefunden, sind aber der Musik treu geblieben – wie auch Poldi Denk, der ja nicht nur seit 30 Jahren bei Dreamers spielte, sondern seit 2003 auch als Chorleiter die musikalischen Geschicke der Chor- und Volkstanzgruppe Krems/Lerchenfeld gestaltet, mit der Tschingle Bells-Combo ein jährliches Weihnachts-Special bringt und für die „Sing-Mit“-Konzerte in den Kittenberger Erlebnisgärten bereit steht, mit dem Trio „Gloria Wedding Music“ Trauungen und Taufen musikalisch gestaltet – und als „Poldi & Friends“ für kleine Veranstaltungen mit wechselnden Besetzungen zum Tanz oder einfach nur zum Mitsingen oder Zuhören aufspielt.

„In der Corona-Zeit war Gelegenheit, um etwas zur Ruhe zu kommen, nachzudenken, wie ich meine weitere berufliche Laufbahn gestalten möchte. 30 Jahre bei den ,Dreamers‘ und in Summe 36 Jahre Tanzmusik bedeuten, fast jedes Wochenende zu opfern, wenig Zeit mit der Familie zu verbringen, weil ich ja auch unter der Woche ausgelastet war und bin; einerseits durch meine Tätigkeit im ,City-Music‘ Krems, wo ich seit bald 20 Jahren als Spezialist für Tasteninstrumente, Tonanlagen und Aufnahme-Equipment zur Verfügung stehe, andererseits durch meine recht erfolgreiche Arbeit in der Ton- und Videoproduktion“, sagt Poldi Denk im NÖN-Gespräch.

„Mein Körper gab Warnsignale ab“

Er hat sein Tonstudio in Ossarn, ist aber auch oft bei den Künstlern vor Ort, um diverse Konzerte und Veranstaltungen festzuhalten. Auch im Technik-Verleih und in der Ausstattung von Veranstaltungen ist Denk gerne tätig. „Weil auch mein Tag nur 24 Stunden hat, mir mein Körper schon das eine oder andere Warnsignal gegeben hat, habe ich mich entschlossen, meine Laufbahn mit den ,Dreamers‘ zu beenden“, so der Vollblutmusiker, der aktuell für mehrere Schulen an Präsentationsvideos arbeitet und vor ein paar Tagen auch den neuen Film über die Musik-Mittelschule Herzogenburg vorgestellt hat. Sein Lebens- und Berufsmotto lautet übrigens: „Ein Möglichmacher will ich sein.“

Weitere Informationen gibt es auf seiner neuen Homepage www.poldidenk.at.