Millionen-Deal: Herzogenburg kauft das Messer-Areal. Mandatare ebneten Weg zum Vertrag. Lediglich die FP votierte dagegen: „Preis ist zu hoch, vermutlich gibt es Altlasten.“

Von Alex Erber. Erstellt am 23. Oktober 2020 (03:58)
Messer-Areal in der Oberndorfer Ortsstraße 
Hans Kopitz

Am Ende ist alles ganz schnell gegangen: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Ankauf des rund vier Hektar großen Messer-Areals in der Oberndorfer Ortsstraße beschlossen. Fixiert wurde der 2,2-Millionen-Euro-Deal mit breiter Mehrheit, nachdem die Firma Messer das Kaufanbot der Stadt angenommen hatte. Im Gegenzug wird die Firma Messer für einen neuen Betriebsstandort ein 5.500 Quadratmeter großes Areal in der Nähe der S-33-Abfahrt Herzogenburg-Süd zum Preis von 36,50 Euro pro Quadratmeter erwerben.

SP-Bürgermeister Christoph Artner wies abermals darauf hin, welche Möglichkeiten zur Entwicklung der Stadt durch den Ankauf bieten: „Ein gemeinsames Feuerwehrhaus, der Bauhof und gegebenenfalls auch die Rot-Kreuz-Bezirksstelle könnten dort eine neue Heimat finden. Der Kauf des Areals ist zwar kostspielig, aber mit Sicherheit überlegt und zukunftsweisend.“

VP-Stadtrat Erich Hauptmann betonte, dass der Kaufpreis „kein kleiner Batzen“ sei, wies aber darauf hin, dass eine derartige Fläche in diesem Ausmaß nicht mehr erwerbbar ist: „Wir stehen zu diesem Kauf.“

Stadtrat Franz Gerstbauer von den Grünen betonte, dass es vernünftig sei, das Grundstück nahe des Zentrums zu kaufen.

Ablehnung kam von der FP. Stadtrat Martin Hinteregger: „Der Kaufpreis ist zu hoch, es gibt kein Nutzungskonzept, dafür möglicherweise Altlasten unter dem Grundstück.“