Lehrlinge wurden in Herzogenburg geehrt. Ulrich-Bremi-Preis und Förderungspreis der Stadt wurden an verdiente Jugendliche vergeben.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 14. Mai 2019 (03:59)
Hans Kopitz
Bürgermeister Christoph Artner, Lukas Dopler, Erich Böck, Stefan Penz und Evelyne Moser-Bruckner (hinten, von links) mit den Lehrlingen der Kategorie 2 = ausgezeichneter Erfolg: Andeas Schramek, Andrei Baitar, Christian Beutl, Felix Schelberger und Kristina Zubrinic (vorne), Stefan Baitar, Fabian Hagl, Alban Mushkolaj, Sandra Pareis, Fabian Billek und Lukas Eder (hinten, jeweils von links).

Wie gut es um die Lehrlingsausbildung in den Herzogenburger Betrieben bestellt ist, zeigte einmal mehr die Verleihung des Ulrich-Bremi-Lehrlingsförderungspreises und des Förderungspreises der Stadtgemeinde, die am vergangenen Dienstag im Volksheim über die Bühne ging.

34 Lehrlinge – fünf weniger als im Vorjahr – wurden ausgezeichnet. 24 Lehrlinge alleine kamen von der Firma Georg Fischer, fünf von Dormakaba und der Rest von den Firmen Itga Brunner, Café Zeitlos, Paweronschitz, Elektro Lechner und Knabb.

Die Mädchen und Burschen erhielten für ihre guten beziehungsweise ausgezeichneten Erfolge in der Berufsschule, für Motivation, Teamfähigkeit, Verbesserungsvorschläge, Pflichtbewusstsein, Hilfsbereitschaft, besondere Kundenfreundlichkeit oder Repräsentation ihrer Firma bei der Berufsinfo-Messe in St. Pölten oder bei der Waldviertler Jobmesse, Gutscheine im Wert von 50 beziehungsweise 80 Euro (siehe Infobox).

Bremi-Preis ging an Harald Fraberger

Harald Fraberger bekam den Bremi-Preis in der Höhe von 200 Euro. Er konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen. Bedingt durch den Berufsschulbesuch war von den 34 ausgezeichneten Lehrlingen nur die Hälfte, also 17, anwesend.

Alle Lehrlinge erhielten zusätzlich einen Gutschein in der Höhe von je zehn Euro von der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft.

Die musikalische Umrahmung des Festakts übernahm wie jedes Jahr Martin Arnold mit seinen Musikschülern.

Erich Böck, der durch das Programm führte, begrüßte die Ehrengäste, darunter auch Bürgermeister Christoph Artner, Dormakaba-Geschäftsführer Stefan Penz, den Lehrlingsausbildner von Georg Fischer, Lukas Dopler, die Obfrau der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft, Evelyne Moser-Bruckner, Sparkassen-Direktor Friedrich Stefan, Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer sowie einige Stadt- und Gemeinderäte. Im Mittelpunkt standen jedoch die Lehrlinge, die mit ihren Eltern und Freunden zur Verleihung gekommen waren.

Stefan Penz als auch Lukas Dopler betonten, dass in der Lehrlingsausbildung eine große Entwicklung im Gange ist, denn viele Berufsbilder werden sich verändern, aber ein Facharbeiter im technischen Beruf brauche sich um seinen Arbeitsplatz keine Sorge machen.

Auf die Frage von Erich Böck an die Obfrau der Interessensgemeinschaft, wie in der Innenstadt die Zukunft ausschaut, antwortete Evelyne Moser-Bruckner: „Im Handel sehr traurig, denn der normale Handel ist rückgängig, der Online-Handel wird immer mehr und setzt auch den Geschäften zu.“

Die Stadt bildet keine Lehrlinge aus

Bürgermeister Christoph Artner bedauerte auf die Frage, ob die Gemeinde auch Lehrlinge ausbilde, sagen zu müssen, dass bei der Fülle der unterschiedlichen Tätigkeiten es hier sehr schwer sei, jemanden auszubilden. Ein bisschen traurig waren die Gemeindevertreter schon, als sie feststellten, dass es von 120 im Vorfeld angeschriebenen Firmen, ob sie einen Lehrling ausbilden, nur von 56 eine Rückmeldung gab, 64 haben das Schreiben total ignoriert.

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“, ist ein Spruch, in dem ein Korn Wahrheit steckt. Wer in der Schule fleißig ist, tut sich auch später im Leben leichter, nicht nur in der Pflichtschule, sondern auch später in der Berufsschule und vor allem im Leben. Diesen Spruch hatte auch der Schweizer Unternehmer Ulrich Bremi vor Augen. Nach ihm wurde die Straße östlich des Dormakaba-Verwaltungszentrums benannt. Er hat die Preise für erfolgreiche Lehrlinge gestiftet.

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