Traismauer

Erstellt am 10. Januar 2017, 16:44

von Claudia Stöcklöcker

Mit fiesem Trick Erspartes ergaunert. Ein guter Bekannter zu sein täuschte ein 27-Jähriger einem Pensionisten vor und sackte ein.

Geld  |  NOEN, Erwin Wodicka

„Es war im Sommer, da ist er eines Tages bei uns im Garten gesessen und hat erzählt, dass mein Mann seinen Vater gut kenne und ihn selber schon als Kind“, erzählt die Frau eines Pensionisten vorm Richter über einen 27-Jährigen aus der Römerstadt.

Nach dem Pläuschchen meldete sich der Mann öfters bei dem 67-jährigen Rentner, lockte ihm jedes Mal Bares heraus und versicherte, alles zurückzuzahlen. Gemacht hat er das nicht. 12.500 Euro wechselten den Besitzer, bis schließlich alles Ersparte weg war. Um an das Geld zu kommen, täuschte der 27-Jährige stets Notlagen vor.

„Er hat gesagt, dass sein Vater krank sei, dann dass er gestorben wäre. Blödsinn hat er erzählt, sogar, dass jemand den Grabstein vom Grab des Vaters gestohlen hat“, setzt die Zeugin fort. „Ich habe halt einfach gelogen“, sagt der 27-Jährige dazu.

Für Gerichte ist der Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt, vier einschlägige Vorstrafen fasste er bereits aus. Nun setzt es wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs 15 Monate gesiebte Luft. Sechs Monate bereits bedingt verhängte Strafe wird widerrufen (nicht rechtskräftig).