Lastkrafttheater will „Publikum zum Lachen bringen“. Das Lastkrafttheater geht in seine siebente Saison. Die Initiatoren David Czifer und Max Mayerhofer erzählen, was das neue Stück und diese besondere Kunstform ausmachen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 16. Mai 2019 (12:43)
Nikolaus Similache
Mit „Ein Hut, ein Stock, ein Damenunterrock“ bringen David Czifer und Max Mayerhofer am Lkw Theater in die Gemeinden.

Gleich drei Mal macht das Lastkrafttheater in seiner siebenten Saison im Bezirk Halt. Die Initiatoren David Czifer und Max Mayerhofer berichten vorab, was die Zuseher erwartet.

NÖN: Heuer steht das Nestroy-Stück „Ein Hemd, Ein Stock, Ein Damenunterrock“ auf dem Programm. Wie kam es zur Auswahl des Stückes?

David Czifer: Nestroy eignet sich besonders gut für den Lkw und das offene Spiel mit dem Publikum. Was uns an dem Stück besonders interessiert hat, ist die Travestie: Männer verkleiden sich als Frauen, das Stück ist quasi „Charleys Tante“ des Biedermeier.

Max Mayerhofer: Wir wollten unserem Publikum wieder etwas ganz Besonderes bieten und haben uns deswegen entschieden, auf sechs Darsteller anzuwachsen um das Lastkrafttheater so noch bunter und unterhaltsamer zu machen.

Welche Adaptierungen des Stücks mussten für das Spiel auf der Lkw-Bühne durchgeführt werden? Wie aufwendig waren diese?

Czifer: Wir haben gewisse Pointen auf die heutige Zeit adaptiert, haben die Couplets neu gedichtet, da genau bei diesem Nestroy leider keine Couplets eingearbeitet sind. So haben wir zu bekannten Melodien, einen völlig neuen, an die Situation angepassten Text verfasst. Dies wurde während der Proben erarbeitet, während die textlichen Änderungen Nicole Fendesack und ich bereits weit vor Beginn der Proben vorgenommen haben.

Mayerhofer: Außerdem gibt es im Original sechs Weißnäherinnen, die wir auf drei zusammengekürzt haben. Das Stück bleibt aber mindestens genauso dynamisch, es ist einfach eine wunderbare Komödie, die man gesehen haben muss!

Was macht dieses Stück aus?

Mayherhofer: Es ist eine sehr unterhaltsame Verwechslungs- und Slapstickkomödie, in der sich Feldern und sein Diener Bumml als Frauen verkleiden, da sie glauben, so besser Mädels kennenzulernen.

Czifer: So sind natürlich Verwechslungen garantiert und es gibt neben der einzigartigen Nestroy’schen Sprachmelodie wieder wunderbare Pointen, viel zu lachen und wir versprechen einen großartigen Abend unter Sternen.

Gibt es heuer wieder neue Gesichter?

Mayerhofer: Heuer haben wir neben altbekannten Gesichtern wie Anna Sagaischek, mit Patrick Kaiblinger, Nena Eigner und Yueming Xu auch einige neue Kollegen an Bord.

Czifer: Alle Darsteller haben wir in Absprache mit unserer großartigen Regisseurin Nicole Fendesack aus unserem Kollegenkreis engagiert, haben mit den meisten schon oftmals gearbeitet und freuen uns sehr auf die gemeinsame Tour.

Wir organisieren die gesamten Vorstellungen, vom Ausmachen der Termine bis zur Bewerbung der Veranstaltungen, die wir in Kooperation mit den einzelnen Gemeinden vor Ort durchführen

Wie sieht es mit dem Bühnenbild aus? Wer übernimmt die Gestaltung?

Czifer: Beim Lastkrafttheater sind wir beide als Initiatoren eigentlich für die meisten Dinge verantwortlich: Wir organisieren die gesamten Vorstellungen, vom Ausmachen der Termine bis zur Bewerbung der Veranstaltungen, die wir in Kooperation mit den einzelnen Gemeinden vor Ort durchführen.

Mayerhofer: Die digitale Gestaltung des Bühnenbilds übernimmt unsere Grafikerin und wir bauen zusammen mit unserem Techniker das Bühnenbild und die Technik in den Lkw ein.

Was ist das Besondere an einer Lkw-Bühne?

Czifer: Eigentlich ist eine Lkw Bühne nicht so viel anders als eine normale Bühne: Sie hat nur eine geringere Tiefe, geht aber viel mehr in die Breite. Um näher am Publikum zu sein, haben wir eine Vorbühne installiert, die bei jeder Produktion aufgebaut wird.

Was uns auch gefällt ist, dass man viele verschiedene Orte in ganz Ostösterreich kennenlernt

Es ist die siebente Saison: Sie sind von Anfang an dabei. Was macht für Sie den Reiz dieser Form von Theater aus?

Czifer: Für uns ist es besonders wichtig, Komödien zu spielen. Leute zu unterhalten, macht uns großen Spaß. Wir sind der Meinung, dass unser Publikum in diesen komplizierten Zeiten bei uns seine Probleme vergessen möchte und herzhaft lachen will.

Mayerhofer: Was uns auch gefällt ist, dass man viele verschiedene Orte in ganz Ostösterreich kennenlernt. Man muss sich immer auf einen anderen Ort und ein anderes Publikum einstellen. So wird es nie langweilig, man sieht viel auf der Tournee und wir lernen die wunderbarsten Menschen kennen!

Die Arbeit mit unseren Vereinen macht uns großen Spaß und wir freuen uns immer schon sehr auf die Tour und auf unser Publikum!

Wie lang dauert die Vorbereitung für ein Stück?

Mayerhofer: Man kann sagen, dass wir an einer Lastkrafttheater-Produktion circa ein Jahr arbeiten. Sicher treten wir mit Start der Proben, die Ende Jänner beginnen in eine heißere Phase ein, aber in der restlichen Zeit sind wir mit organisatorischen Arbeiten beschäftigt.

Czifer: Die Arbeit mit unseren Vereinen macht uns großen Spaß und wir freuen uns immer schon sehr auf die Tour und auf unser Publikum! Der Eintritt ist ja bei uns frei und wir laden alle ein, sich diese wunderbare Komödie anzusehen.

Mayerhofer: Wir freuen uns auf Sie!