„Unbeschreibliche Momente für die Einheimischen“. Mary-Ward-Privatgymnasium St. Pölten hat Initiative des Großrusters Xaver Lahmer unterstützt.

Von Alex Erber. Erstellt am 30. Mai 2020 (05:32)
In einem Bauerndorf konnte die Errichtung eines neuen Brunnens samt Umzäunung finanziert werden.
Dimbale.com

„Die Situation der Menschen in Senegal ist – nicht zuletzt aufgrund der Coronamaßnahmen – schwieriger denn je. In diesem Moment ist eine großzügige Spende wie jene des Mary-Ward-Privatgymnasiums in St. Pölten eine unbeschreibliche Hilfe. Vielen Dank an das Professorenkollegium, die Schüler sowie deren Eltern, Großeltern und Freunde für dieses großartige Engagement“, freut sich der Großruster Xaver Lahmer, Präsident der Kinderhilfsorganisation Dimbale.com, mit seinem Team.

Seit Mitte März wurde mit dem Geld – in Summe 7.050 Euro – in der Stadt Mbour ein neues Fischerboot mit neuem Bootsmotor und Fischereibedarf für Omar Diop finanziert. Weiters konnte in der Nähe von Koutal/Kaolack für eine Bauernfamilie von Mamadou Kâ und die Bewohner des kleinen Dorfes ein Brunnen samt Einzäunung des Geländes errichtet werden.

Das Geld fließt stets direkt in Hilfsprojekte

Da man auch diesmal 100 Prozent der Spende direkt in Hilfsprojekte investierte, reichte der Betrag als Draufgabe sogar für die Verteilung von je einem 50 Kilo Sack Reis an 20 Familien im Lepradorf Koutal.

Basis dieser Unterstützung ist der Mary-Ward-Tag. „Dieser wird alljährlich im Gedenken an unsere Ordens- und Schulgründerin rund um den 31. Jänner abgehalten. Xaver Lahmer kommt schon seit einigen Jahren gemeinsam mit Willi Haiderer zu uns, um den Schülern von seinem außergewöhnlichen Fußmarsch und dem Leben in Senegal zu erzählen. Diese Multimedia-Show und seine persönlichen Erzählungen – insbesondere auch das friedliche Miteinander von Muslimen, Christen und Naturreligion in Senegal – beeindruckt unsere Schüler immer wieder. Daraus entstand die Idee, das Kinderhilfsprojekt Dimbale.com zu unterstützen“, freut sich auch Professorin Caroline Gwiss über den großartigen Erfolg.

Sie zeichnete in den vergangenen Jahren – gemeinsam mit Michaela Krenn und Maria Wachtler – für die Organisation dieser Vorträge verantwortlich.

Ein Boot hilft mehr als 200 Menschen

Besonders erwähnenswert: Diese nachhaltigen Hilfsprojekte helfen nicht nur einer Person, sondern – wie im Fall des Fischerbootes – mehr als 200 Menschen. Auf der einen Seite haben der Fischer (Bootsbesitzer) und seine Crew Arbeit und können durch das Einkommen ihre Familie ernähren. Auf der anderen Seite stehen unter anderem jene, die das Boot gebaut haben, Fischverkäufer und Geschäftsleute mit ihren Familien. Beispielsweise verkaufen sie spezielles Holz und andere Baumaterialien.

Denn Dimbale kauft soweit möglich alle Materialen vor Ort und arbeitet mit Einheimischen zusammen. „So wird der Wert eines Euros vervielfacht. Am 16. Februar gab es diesen Großbrand, bei dem zehn Fischerboote und 28 Boots-Motoren vernichtet wurden. Nun konnten die Fischer ihr neues Boot wieder ins Meer lassen, ihre Arbeit wieder aufnehmen. Es waren unbeschreibliche Momente für sie“, resümierte Lahmer.

Mehr Fotos und Infos gibt es auf www.dimbale.com.