Helfer sanierten Marterl in Noppendorf. Der Bildstock an der Grenze von Wölbling und Obritzberg-Rust strahlt dank Freiwilliger wieder in neuem Glanz. Sein Alter und der Grund für die Errichtung sind unbekannt.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 31. Juli 2020 (03:58)
Franz Lenk, Johann Weiss und Franz Stöger (von links) haben den Bildstock „Breites Kreuz“ saniert.
Thomas Heumesser

Das „Breite Kreuz“ bei Noppendorf erstrahlt in neuem Glanz. Freiwillige Helfer und ein Unternehmen haben es saniert.

Die Firma Ernst Uferer kümmerte sich um ein neues Dach, Franz Stöger erledigte die Maurerarbeiten, Franz Lenk sanierte das Metallkreuz und das Gitter, Johann Weiss restaurierte die Sitzbank und erneuerte die Beschriftung. Den Blumenschmuck steuerte Anna Eckl bei.

Das „Breite Kreuz“ fällt unter die Kategorie „Religiöse Kleindenkmäler/Bildstock/Breitpfeiler“. Es befindet sich an der Landesstraße 111 zwischen Noppendorf und Eitzendorf, an der Grenze von Wölbling und Obritzberg-Rust.

In der Josephinischen Landeskarte aus dem Jahr 1773 ist an dieser Stelle bereits ein Bildstock eingezeichnet. Warum das „Breite Kreuz“ errichtet worden ist, ist nicht bekannt.

Eine traurige Begebenheit stammt aus 1945: In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges verlief die Front quer durch Obritzberg. Ein Spähtrupp der Deutschen wurde von russischen Soldaten erschossen. Die Leichen der elf Wehrmachtsangehörigen wurden zunächst beim Marterl begraben und später am Soldatenfriedhof in Oberwölbling beigesetzt.