Saniertes Milchhaus dient Nahversorgung in Anzenberg. Im renovierten Gebäude bieten Julia Herzmanek und Leopold Schoderböck regionale Produkte des täglichen Bedarfs an.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 10. April 2021 (03:15)
Vor dem renovierten Milchhaus: Leopold Schoderböck, Florian Karner und Rudolf Hell (vorne) sowie Patrizia Engelhart-Getzinger, Julia Herzmanek und Simon Kaiblinger (hinten, jeweils von links).
Hans Kopitz, Hans Kopitz

Inmitten des kleinen Dorfes Anzenberg, oberhalb von Inzersdorf, steht das 1956 erbaute Milchhaus, das sich – wie viele andere alte Milchhäuser in der Gegend auch – seit rund 20 Jahren im Dornröschenschlaf befand. Doch nun wurde es innerhalb des vergangenen Monats mit sehr viel Liebe vom Land- und Heurigenwirten Leopold Schoderböck und seiner Partnerin Julia Herzmanek renoviert. Damit ist ein Platz geschaffen worden, an dem regionale Produzenten ihre Produkte anbieten können.

Da bei Familie Schoderböck schon lange Direktvermarktung betrieben wird, war es ihr ein Anliegen, ein noch größeres Angebot bieten zu können – und somit wurde die Idee mit dem Milchhaus geboren. Nachdem auch die Eigentümerin des Gebäudes, Eva Maria Meißl, ihre Zustimmung gegeben hatte, wurde mit der Planung und Renovierung begonnen.

Von Brot und Eiern bis hin zum Sanddorn-Mus

Seit Karsamstag können nun dort Produkte von verschiedensten lokalen Anbietern gekauft werden – und das Angebot ist sehr breit gefächert. Von Produkten des täglichen Bedarfs wie Brot, Eier, Nudeln, Erdäpfel, Kern- und Sonnenblumenöl, Milchprodukte, Sauerkraut, Fleisch und Käse in vielen Variationen – bis hin zu Köstlichkeiten wie Mehlspeisen, Popcornmais oder Sanddorn-Mus ist für jeden Gusto etwas dabei. Sogar Leberkäse oder Rohkostsalate findet man in einem der acht Kühlschränke. Bezahlt wird direkt bei jedem Produzenten. Es wird ersucht, Kleingeld mitnehmen, denn Retourgeld ist derzeit nicht möglich.

Wen es interessiert, woher und von wem die Produkte stammen, kann auf Facebook unter „Milchhaus Anzenberg“ vorbeischauen. Dort kann man sich in elf Vorstell-Runden ein Bild machen. Geöffnet ist das Milchhaus täglich von 5 bis 23 Uhr.

„Wir freuen uns, dass wir bereits nach dem Eröffnungswochenende schon so viel positive Rückmeldung von den ersten Besuchern bekommen haben. Es ist schön, zu sehen, welchen Stellenwert der regionale Einkauf in der Bevölkerung mittlerweile wieder hat“, so Julia und Leopold.