Rotes Kreuz Herzogenburg will auf Messer-Areal. Bezirksstelle möchte auf das Messer-Areal übersiedeln. Prunbauer: „Idee wird mit Freude verfolgt.“

Von Hans Kopitz. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:36)
Seit 30 Jahren befindet sich die Rot-Kreuz-Bezirksstelle in der St. Pöltner Straße. Hier sind zurzeit acht hauptamtliche Sanitäter und zehn Zivildiener sowie acht Fahrzeuge im Einsatz.
Hans Kopitz

Michael Prunbauer: „Übersiedlung nicht ganz fix, aber eine ernsthafte Option.“
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Nach längerem Hin und Her hat der Gemeinderat Ende des Vorjahres den Ankauf des rund vier Hektar großen Areals der Firma Messer in der Oberndorfer Ortsstraße beschlossen. Kostenpunkt: rund 2,2 Millionen Euro.

Die Rede ist oftmals von vier beziehungsweise drei Nutzern, wobei zwei von ihnen diesbezüglich schon mehrmals im Rampenlicht der Öffentlichkeit standen. Die Freiwilligen Feuerwehren Herzogenburg-Stadt und Oberndorf/Ebene könnten dort als vereinigte Wehr ihr gemeinsames Haus errichten.

Die anderen potenziellen Nutzer waren bislang etwas im Hingergrund. Es sind der städtische Bauhof der zur Zeit „Auf der Widem“, im Norden der Stadt, angesiedelt ist, und das Rote Kreuz, dessen Bezirksstelle sich an der St. Pöltner Straße befindet. Auch hier denkt man an eine örtliche Veränderung. Bezirksstellenleiter Michael Prunbauer betont, dass die Planungen noch nicht hundertprozentig durch sind: „Fix ist die Übersiedlung auf das Messer-Areal noch nicht ganz, aber es ist eine ernsthafte Option und die Idee wird von uns allen mit Freude verfolgt.“

In der St. Pöltner Straße. Hier sind zurzeit acht hauptamtliche Sanitäter und zehn Zivildiener sowie acht Fahrzeuge im Einsatz.

Renovierung würde viel Geld verschlingen

Christoph Artner: „Überprüfungen in erster Jahreshälfte, danach folgen Gespräche.“
NOEN

Die jetzige Bezirksstelle wurde vor 30 Jahren an der St. Pöltner Straße errichtet, vorher befand sie sich in der Kirchengasse, wo jetzt das Feuerwehrhaus steht. Prunbauer: „In 30 Jahren ändert sich natürlich auch am Sektor des Rettungswesens viel. Das Gebäude entspricht nicht mehr den Anforderungen des heutigen Dienstbetriebes. Wir müssten in den nächsten Jahren Unsummen hineinstecken, um es weiter nutzen zu können; von der Fassade bis zum Dach. Jetzt wollen wir natürlich – wenn die Chance schon da ist – in das gemeinsame Projekt mit der Feuerwehr einsteigen. Wir hätten eine gemeinsame Zentrale – sozusagen unter dem Motto ,Hilfe für die Menschen‘ – und das wäre natürlich für alle Beteiligten positiv.“

Bürgermeister Christoph Artner hat das Thema zuletzt im Zuge der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf/Ebene zur Sprache gebracht und dabei in groben Zügen auch einen Zeitplan skizziert.

„2022 machen wir Nägel mit Köpfen“

„Wie das für die drei Nutzer flächenmäßig realisierbar ist und wie das verkehrstechnisch ausschaut, ist noch offen. Es ist jedenfalls unser Ziel, das Ganze heuer in der ersten Jahreshälfte abzuwickeln. In der zweiten Jahreshälfte müssen wir uns mit den drei Nutzern – den Feuerwehren, dem Roten Kreuz und der Gemeinde – zusammensetzen, damit der Plan aufgehen kann, denn 2022 sollen dann Nägel mit Köpfen gemacht werden“, blickte der Stadtchef voraus.