Eisenrohre klemmten Mann die Hand ein. Arbeitsunfall / Gurt löste sich, tonnenschwerer Metallbund krachte mit voller Wucht zu Boden. Lkw-Lenker (30) erlitt schwerste Verletzungen.

Von Alex Erber und Thomas Heumesser. Erstellt am 25. April 2014 (07:00)
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Der Verletzte wurde erstversorgt und danach mit dem Notarztwagen ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert.
Am Areal der Firma Hauer hat sich am Karfreitag ein grässlicher Arbeitsunfall ereignet.

Opfer war ein Lkw-Lenker aus dem Bezirk Baden. Der Mann, ein türkischer Staatsbürger, begann gegen 8 Uhr alleine mit Entladung von sechs Meter langen und etwa zwei Tonnen schweren Metallbünden. Als der 30-Jährige den Tragebund bei einem Gurt anbringen wollte, dürfte sich dieser aus unbekannter Ursache gelöst haben. Die Eisenrohre krachten zu Boden und klemmten dem Lkw-Fahrer die Hand ein.

Zu dieser Zeit befand sich Walter Eder im benachbarten Garten. Erst hörte er einen „Pumperer“, dann nahm er laute Hilferufe wahr.

Opfer dirigierte Ersthelfer trotz schwerer Verletzung

Unverzüglich begab sich der Organist zum Unglücksort. Trotz seiner schweren Verletzung war das Opfer in der Lage, den couragierten Ersthelfer zu „dirigieren“: „Er sagte mir, welchen Knopf ich drücken muss, damit die Hydraulik den Metallbund wieder emporhievt“, erinnert sich Eder im NÖN-Gespräch.

Mittlerweile war auch schon eine Angestellte der Firma Hauer eingetroffen, die auf dem Parkplatz des Unternehmens auf das Drama aufmerksam geworden war. Sie alarmierte die Einsatzkräfte, die innerhalb kürzester Zeit zur Stelle waren. Die Sanitäter des Roten Kreuzes und Gemeindearzt Wolfgang Maurer versorgten den Mann noch auf der Ladefläche des Lasters. Danach wurde er vom Notarztwagen des Roten Kreuzes ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert.

Die Feuerwehr Statzendorf hatte die Aufgabe, den Rettungsdienst zu unterstützen und den Lkw zu sichern beziehungsweise auf einen gesicherten Parkplatz zu bringen.