„Er hat unser ganzes Lebenswerk zerstört“. Aufgeklärt / Der Vierfach-Mörder Alois Huber hat im Jahr 2003 das „Internationale Museum für Wildtiere“ in Landersdorf niedergebrannt.

Von Alex Erber. Erstellt am 03. Dezember 2013 (23:59)
Inmitten der bizarren „Trophäensammlung“ des Vierfach-Mörders Alois Huber sind auch einige Stücke aus dem ehemaligen Wildtier-Museum in Landersdorf gefunden worden.
NOEN, NÖN
Von Alex Erber

WÖLBLING / Knalleffekt in den Ermittlungen rund um den Vierfach-Mörder Alois Huber! Die Kriminalisten haben nach dem Selbstmord des Mannes, der drei Polizisten und einen Rot-Kreuz-Sanitäter regelrecht hingerichtet hatte, hunderte Waffen und Trophäen im Bauernhof in Großpriel (Bezirk Melk) untersucht. Jetzt stellte sich heraus, dass mehrere Trophäen aus dem ehemaligen „Internationalen Museum für Wildtiere“ in Landersdorf stammen. Das Museum war im Jahr 2003 ein Raub der Flammen geworden. „Der Wiederaufbau scheiterte nicht zuletzt an verweigerten Förderungen durch Land und Gemeinde“, erinnert sich Bürgermeister Gottfried Krammel an den Kriminalfall, der zunächst rätselhaft und ungeklärt blieb – bis vor wenigen Tagen.

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NOEN, NÖN

Da tauchten Kriminalisten bei Christina und Robert Hytha auf und schilderten, was sie im Anwesen des Vierfach-Mörders gefunden hatten. Alois Huber muss sich nach dem Einbruch in das Sondermuseum wie im Paradies vorgekommen sein.

„Sind erleichtert, dass der Fall aufgeklärt ist“

Über 2.500 Exponate lagerten dort, auch Welt-Raritäten: Säugetiere, Vögel, Schmetterlinge, Käfer, Reptilien, Spinnen, Krebse, Fische, Mineralien, Seesterne, Korallen oder Muscheln: Die gesamte Palette hatte Robert Hytha in mühevoller Kleinarbeit gesammelt und zur Schau gestellt.

Gattin Christina, sie hat ihren 80. Geburtstag gefeiert, möchte ebenso wie der Museumsgründer nicht mehr viel über die damalige Zeit sprechen: „Seit dem Brand haben wir uns in einem Trauma befunden. Der Mann hat schließlich unser ganzes Lebenswerk zerstört. Wir sind erleichtert, dass der Fall zumindest aufgeklärt ist.“