Region Herzogenburg: Eltern und Paten sind gefragt. In Pfarre Herzogenburg stehen die Termine fest. Die Vorbereitung läuft gänzlich anders ab.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:00)
Das gemeinsame Hostienbacken in der Küche des Pfarrzentrums im Zuge der Erstkommunion-Vorbereitung ist für viele Kinder ein besonderes Erlebnis. Heuer entfällt es.
Archiv/Hans Kopitz

Das Fest der Erstkommunion wird in der Pfarre Herzogenburg jedes Jahr unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert. Aber auch die Vorbereitung darauf – dem Alter der Kinder und Jugendlichen angepasst – wird oft begeistert angenommen, denn es sind Zeiten, auf die man als Erwachsener doch gerne zurückblickt. Gemeinsame Aktionen wie das Hostienbacken in der Küche des Pfarrzentrums für die Erstkommunionkinder stärken die Gemeinsamkeit – und es sind daraus schon viele Freundschaften entstanden, die über Jahre hinaus anhalten.

Durch die Pandemie ist jedoch seit Anfang 2020 vieles anders. Die Erstkommunion wurde vom Frühjahr auf den Oktober verschoben. Wegen Corona-Fällen konnten dann nur die Kinder von zwei Klassen mitfeiern.

Heuer wurde die zuerst für 16. Mai angedachte Erstkommunionfeier auf Sonntag, 6. Juni, verschoben. Die Erstkommunion für die acht restlichen Kinder aus dem Vorjahr findet am Sonntag, 20. Juni, statt. Eine festliche Tafel nach dem Gottesdienst für die Kinder, Tischmütter und Lehrerinnen im Augustinussaal sowie eine Agape für alle Mitfeiernden im Pfarrzentrum St. Stephan wird es auch heuer nicht geben. Allerdings ist eine kleine Überraschung auf dem Kirchenplatz geplant, bevor die Kinder zum Foto-Shooting gehen.

„Wir haben im Vorbereitungsjahr 2019/20 mit der Feier von Weg-Gottesdiensten begonnen, zu denen auch die Eltern eingeladen sind. In diesen Gottesdiensten sollen die Kinder – und auch die Eltern – vertraut werden mit der Liturgie, der kirchlichen Feier und mit dem Kirchenraum“, erklärt Pfarrer Mauritius Lenz.

Impulse gibt es über die WhatsApp-Gruppe

In einer kurzen Katechese werden sie in den Ablauf und Inhalt der Messfeier aufmerksam gemacht. Die Kinder bekommen bei jedem Treffen eine Aufgabe oder einen Gegenstand zur Vertiefung und Erinnerung mit: ein Fläschchen mit geweihtem Wasser (Taufe, Eintritt in die Kirche), eine Tonscherbe mit einer Krokuspflanze zum Thema Schulderfahrung und -bewältigung (Bußakt), eine Schriftrolle mit einer ausgewählten Schriftstelle aus den Sonntagsevangelien (Wortgottesdienst), ein Fladenbrot zum Mitnehmen und ein spezielles Rezept zum Brotbacken (Eucharistiefeier, Kommunion), ein Memory-Kartenspiel mit Bildern aus Kirche und Gottesdienst (liturgische Orte, Gewänder und Gegenstände).

Gruppenstunden sind aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich, daher wird im Religionsunterricht in der Schule beziehungsweise im Homeschooling vermehrt auf die Eucharistie Bezug genommen. Über eine WhatsApp-Gruppe werden Impulse und Aufgaben für Zuhause gegeben.

„In dieser Zeit der Pandemie vertrauen wir – das verantwortliche Team für die Erstkommunion-Vorbereitung und Kinderliturgie – auch sehr auf die Mitwirkung der Mütter und Väter, der Familien und Paten, dass ihre Kinder im Glauben wachsen und aufwachsen können und darin bestärkt werden. Es ist jetzt die Chance für sie, die eigene Verantwortung in der Weitergabe des Glaubens wahrzunehmen“, so Pfarrer Mauritius.

Wie sieht es in den Nachbarpfarren aus? In Kapelln beispielsweise gibt es noch keinen Ersatztermin für die Feiern, die für 11. und 18. April geplant waren.

Die Erstkommunion für die Kinder der 2. Volksschulklasse in der Pfarre Weißenkirchen findet am Sonntag, 30. Mai, um 9.30 Uhr statt.

Noch früher ist die Pfarre Stollhofen an der Reihe: Die Erstkommunion wird in Gemeinlebarn am Pfingstmontag, 24. Mai, gefeiert - im Freien.

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