Kindergarten in Traismauer vor Ausbau. Zahl der Betreuungsplätze ist knapp geworden, zwei Gruppen kommen dazu.

Von Günther Schwab. Erstellt am 12. November 2020 (03:47)
Symbolbild
APA (dpa)

Ein zentraler Punkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war der Ausbau des Kindergartens an der unteren Traisenlände. Nach rund einjähriger Verzögerung ist das Projekt auf Schiene.

SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer: „Auch Traismaurer Betriebe haben Zuschlag erhalten.“
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„Die Einwohnerzahl von Traismauer hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt und dadurch ist auch der Bedarf im Bereich ,Kinderbetreuung‘ stark gestiegen. Diese Entwicklung schlägt sich natürlich auch bei dem Thema ,Investitionen im Bereich Wohnen und Bildungseinrichtungen‘ entsprechend nieder“, erklärt Bürgermeister Herbert Pfeffer (SP).

2021 soll der derzeit viergruppige Kindergarten namens „Haus II“ um zwei Gruppen erweitert werden. Vor rund zehn Jahren wurde der Kindergarten errichtet und auch so ausgeführt, dass bei Bedarf die Anzahl der Gruppen durch bauliche Maßnahmen aufgestockt werden kann. In der Letztausbaustufe sind sechs Gruppen möglich. Danach bestehen keine zusätzlichen Erweiterungsmöglichkeiten am Standort des Kindergartenzentrums.

Nun hat der Gemeinderat nach der Angebotsprüfung durch das Architekturbüro Mang (beziehungsweise die Firmen Haustechnik Karner und Elcons) die Vergabevorschläge beauftragt. „Darunter finden sich auch Traismaurer Betriebe, die mit angeboten und erfreulicherweise den Zuschlag gemäß Vergabegesetz erhalten haben“, erläutert der Stadtchef.

Die Flachdach- und Spenglerarbeiten wurden zum Preis von 94.566 Euro an die Firma Schöpf vergeben. Die Trockenbauarbeiten wird um Euro 41.906 Euro die Firma Schrittwieser erledigen. Um die Malerarbeiten kümmert sich die Firma Selimi zum Preis von 21.708 Euro.

Belegschaft besteht aus rund 40 Personen

Das Kindergartenzentrum besteht aus drei Kindergartenhäusern und wird von zwei Direktorinnen und einer Belegschaft von rund 40 Personen geleitet.

SP-Schulstadtrat Andreas Rauscher: „Viele Angebote und Kooperationen mit Schulen.“
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„Dazu gibt es viele Angebote im Bereich Natur, Bewegung, Kooperationen mit umliegenden Schulen wie der Musikschule, um die Kreativität der Kinder zu entdecken und zu fördern. Unser Kindergartenzentrum sichert die ganztägige Kinderbetreuung und ermöglicht durchgehenden Betrieb auch in den Ferien“, ergänzt der für Kindergärten zuständige Schulstadtrat Andreas Rauscher (SP).

Nach der Umsetzung des Zu- und Umbaus vom „Haus II“ werden dann Räumlichkeiten für den Betrieb einer Tagesbetreuungseinrichtung für ein- bis dreijährige Kinder (Krabbelstube) zur Verfügung stehen.

Die Gesamtkosten des Zu- und Umbaus belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Mit den Stimmen der SP und von Grün-Mandatar Nationalratsabgeordnetem Süleyman Zorba sind Auftragsvergaben mit einem Gesamtvolumen von rund 860.000 Euro beschlossen worden.

Seitens der VP und des freien Mandatars Günther Brunnthaler gab es aufgrund von „Ungereimtheiten bei der Ermittlung der Best-Preise“ und auch Unklarheiten und Falschangaben bei der Gewährleistungsfrist bei einzelnen Gewerken, so die Meinung der VP, keine Zustimmung.

Der Baubeginn für die Kindergartenerweiterung ist derzeit mit Februar 2021 terminisiert.