Region Herzogenburg hat vier Top-Lokale. Vier Restaurants haben es in Restaurant-Führer geschafft. Drei Mal gab‘s sogar 86 Punkte.

Von Lisa Röhrer und Christian Gölß. Erstellt am 10. März 2020 (04:09)
Das Restaurant Blauenstein wurde mit 84 Punkten bewertet. Besonders wurde dabei das einzigartige Ambiente im Schloss gelobt. Gäste können klassische österreichische Speisen, aber auch internationale Speialitäten bei einem Besuch genießen: Küchenchef Florian Mistelbauer, Martin Blauensteiner und Souschef Christian Mistelbauer.
Lisa Zederbauer

Auch dieses Jahr hat Falstaff wieder die besten Gaststätten und Lokale des Landes bewertet. In der Vorwoche ist der neue Restaurant-Führer erschienen.

Die Region Herzogenburg ist in dem Buch heuer wieder gut vertreten: Insgesamt bekam sie sieben Gabeln.

Das Gastaus „Zur Goldenen Weintraube“ im Nibelungenhof möchte seinenGästen Kulinarik auf Gourmet-Level in einer „zu Hause“-Atmosphäre bieten. Falstaff bezeichnet den Chefkoch und Inhaber Rainer Melichar-Haimeder als einen der besten Köche der Region seit Jahrzehnten.Er hat sich in der Szene einen Namen mit seiner Succowell-Methode gemache, bei der durch das Auspressen von Gemüsen, Früchten und Kräutern das Arma schneller in Speisen verbreitet wird.
NOEN

Der Gasthof „zur Goldenen Weintraube“ im Nibelungenhof in Traismauer konnte 86 Punkte, also zwei Gabeln, erreichen. „Ich freue mich über die Bewertung, aber ich bin schon etwas überrascht. Wir versuchen, unseren Gästen einen kulinarischen Zufluchtsort zu bieten, der sich nicht an den strengen Rahmen eines klassischen hochpreisigen Restaurants hält“, erklärte Inhaber und Chefkoch Rainer Melichar-Haimeder.

Gasthof „zur Goldenen Weintraube“ im Nibelungenhof in Traismauer konnte zwei Gabeln erreichen

Michael Nährer, früher Souschef bei Thomas Dorfer, sorgt in seinem gleichnamigen Lokal in Rassing für spannende Gerichte wie etwa Traisentaler Karpfen, in Kürbiskernpanade gebacken. Falstaff vergab dafür 86 Punkte und lobte die Weinkarte. „Ich freue mich über die Bewertung. Das Qualitätsdenken in unserem Team wurde damit bestätigt. Wichtig ist für uns vor allem regionale Produkte anbieten zu können. Mit den Mostviertler Feldversuche wollen wir die kulinarischen Möglichkeiten des Mostviertels aufzeigen“, erzählte Michael Nährer.

Das Restaurant im Schloss Thalheim wurde ebenfalls mit 86 Punkten belohnt. Besonders beeindruckte hier die schöne Location mit weitläufiger Parkanlage. Serviert wird heimische und mediterrane Küche auf hohem Niveau. „Ich freue mich sehr über die Bewertung. Wir versuchen, die Produkte großteils direkt von den Bauern aus der Umgebung zu beziehen. Ebenso bieten wir sehr viele Gerichte aus selbst hergestellten Produkten vom Schloss an“, erzählte Chefkoch von Schloss Thalheim, Patrick Marx.

Auch das Gasthaus Blauenstein, das sich im Schloss Walpersdorf befindet, hat es in den Falstaff geschafft. Es konnte 83 Punkte, also eine Gabel, erreichen, besonders wurde dabei das stilvolle Ambiente gelobt. „Unser Restaurant wurde wieder um einen Punkt nach oben gesetzt. Letztes Jahr haben wir, aufgrund unseres Umzugs von Krems nach Walpersdorf, einen Punkt verloren. Grundsätzlich bin ich aber sehr zufrieden mit der Wertung, die wir bekommen haben, vor allem verglichen zu dem Volumen an Speisen, das wir täglich servieren.“, erzählt Martin Blauenstein.

Den Falstaff-Verlag gibt es seit 1980. Damals bestand er nur aus einem Magazin, das sich zum Ziel gesetzt hatte, die besten Restaurants zu finden. Heute ist es eine angesehene Wertung, die von Gastronomen und linarik-Enthusiasten jährlich gespannt erwartet wird.

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