Finanznot war groß: Papas Geld behoben. 31-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten brauchte Bares und griff zur Bankomatkarte seines Vaters. Es setzte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:53)
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Symbolbild

Mit der Bankomatkarte seines Vaters behob ein 31-Jähriger aus der Region, ohne vorher zu fragen, 400 Euro von dessen Konto. Weil er die Karte gestohlen haben soll, sitzt der Sohn nun wegen Diebstahls als Angeklagter vor Gericht.

„Der Vater hat mich öfters um Geld geschickt“, erzählt der 31-Jährige im Prozess am Landesgericht. Und sagt: „Damals im April habe ich wieder Geld für ihn geholt und dabei die Karte verloren. Wenige Tage darauf wollt’ ich Geld überweisen und da hab’ ich die Karte vor der Bank unterm Filz gefunden. Ich hab’s eingesteckt. Und weil ich im Minus war, bin ich dann auf die Idee zum Abheben gekommen. Wie ich dann das Geld in der Hand gehabt hab’, ist mir bewusst geworden, was ich gemacht habe.“

Ohne das alles zu wissen, erstattete der Vater des Angeklagten Anzeige. Den 31-Jährigen plagte schlechtes Gewissen: „Die Mutter hegte Verdacht, weil ich mich so komisch benommen hab’.“ Die Videoüberwachung ließ das Treiben des Angeklagten freilich nicht unentdeckt und so landete er vor der Strafrichterin. Das Urteil: drei Monate bedingt verhängte Freiheitsstrafe (nicht rechtskräftig).