Kinderpornos aus Langeweile gehortet. Mann (42) sammelte Verbotenes. Vor Gericht setzte es Geld- und Bewährungsstrafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 20. März 2019 (05:42)
APA (Symbolbild/dpa)
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„Ich bin nicht pädophil, das meiste davon habe ich mir gar nicht angesehen“, sagt ein 42-Jähriger vor Gericht. Verbotene 780 Fotos und 350 Videos entdeckten Ermittler auf dem PC des Mannes. Zu den Vorwürfen der Vergehen der kinderpornografischen Darstellung Minderjähriger ist der Mann aus dem Fladnitztal im Prozess am Landesgericht St. Pölten geständig.

Warum er so emsig gesammelt hat? „Wie soll ich es sagen? Es war ein Blödsinn, aus Langeweile und Neugierde“, verantwortet sich der Mann.

Die Richterin lässt das nicht gelten. „Neugierde ist nach einem Mal befriedigt. Sie aber haben nach Kinderpornografischem im Internet gesucht, die Polizisten haben zahlreiche Daten gefunden. Und als die Ermittler bei Ihnen waren, haben Sie gerade wieder welche heruntergeladen“, sagt sie zum Angeklagten.

Und weiters: „Haben Sie sich jemals Gedanken gemacht, wie solche Fotos und Videos zustandekommen?“ „Im Prinzip eher nicht“, antwortet der 42-Jährige leise.

„Das Ganze war mit eine Lehre“

Sein letztes Wort, bevor die Richterin das Urteil verkündet? „Mit solchen Sachen will ich nichts mehr zu tun haben. Das Ganze war mir eine Lehre und wird nie wieder vorkommen“, versichert er, sich zu bessern.

Die Richterin verurteilt den Angeklagten zu 1.680 Euro unbedingter Geldstrafe sowie fünf Monaten bedingt verhängter Freiheitsstrafe. Zahlt der Angeklagte die Geldstrafe nicht, muss er 120 Tage im Gefängnis absitzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.