Ein Festtag für die Feuerwehr in Herzogenburg. 150-Jahr-Jubiläum der Gastgeber stand im Zentrum. Kommandant begrüßte zahlreiche Gäste.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 08. Mai 2019 (12:52)
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Zwei Feuerwehrmänner, die bereits 70 Jahr im Dienst stehen, wenn auch nicht mehr an vorderster Front oder bei Einsätzen, die aber noch gerne bei Hilfsdiensten dabei sind und vor allem die Kameradschaft schätzen, sind Franz Kaiser aus Einöd (Zweiter von links) und Anton Redl aus St. Andrä (Dritter von links), im Bild mit Bürgermeister Christoph Artner (links) sowie Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder (von rechts). Sie nahmen bei der Feier in der Stiftskirche ihre Auszeichnung entgegen und waren auch sichtlich gerührt.

„Was war das damals für ein Jahrzehnt? Wenn wir heute feiern, ist es eine Erinnerung an ein gemeinsames Erbe. Wir gehören geschichtlich zusammen und dürfen unseren Urgroßvätern danken, dass sie damals die Vereine gegründet haben“, so Feuerwehrkurat Wolfgang Payrich am vergangenen Samstag zu Beginn des Wortgottesdienstes bei der Florianifeier in der Stiftskirche. Er wies dabei auf die Vereine hin, die damals in der Stiftsstadt von 1861 bis 1879 gegründet worden waren: 1861 der Gesangsverein, 1862 der Gesellenverein, 1869 die Freiwillige Feuerwehr und 1870 schließlich der Sparkassenverein, der Verschönerungs- und Schützenverein.

„Am 19. November 1869, vor 150 Jahren, traten 63 Ortsbewohner hier zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr. Als Feuerwehrkommandant ist es mir eine besondere Ehre, gemeinsam mit den Mitgliedern unserer Feuerwehr und dem Roten Kreuz, dessen neues Fahrzeug heute gesegnet wird, sowie der Bevölkerung Herzogenburgs dieses Jubiläum zu feiern“, so Ralf Haselsteiner.

Er begrüßte gemeinsam mit Rot- Kreuz-Bezirksstellenleiter Michael Prunbauer nicht nur viele Ehrengäste wie den Landesfeuerwehrkommandanten, Dietmar Fahrafellner, den Bezirksfeuerwehrkommandanten Georg Schröder und seinen Stellvertreter Max Ovecka, die Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Werner Schlögl aus St. Pölten, Marina Fischer aus Atzenbrugg und Kathrin Wiesinger als Vertreterin Neulengbachs, Prälat Maximilian Fürnsinn, Bürgermeister Christoph Artner, Altbürgermeister Franz Zwicker, sondern auch zahlreiche Gäste aus nah und fern.

Dank an Mitglieder, Familien, Gemeinderat

„Ich möchte zu unserem Jubiläum bei meinen vielen motivierten Mitgliedern bedanken, die ihre kostbare Freizeit und teilweise auch ihren Urlaub opfern, um Feuerwehrausbildung zu absolvieren und somit einen hohen Ausbildungsstand gewährleisten, welcher in letzter Konsequenz, neben Kameradschaft und Disziplin der wichtigste Bestandteil des Einsatzerfolges ist“, so Haselsteiner.

Und weiter: „Ein großer Dank gilt aber auch den Familien unserer Mitglieder, die Verständnis dafür aufbringen, dass der Partner, egal ob Tag oder Nacht, sehr oft von einer Sekunde auf die andere fluchtartig sein familiäres Umfeld verlässt, um in den Einsatz zu gehen und anderen Menschen zu helfen.“

Aufrichtiger Dank gebühre aber auch all unseren unterstützenden Mitgliedern sowie dem Bürgermeister mit seinen Stadt- und Gemeinderäten, welche die Wehr nicht nur in finanzieller Hinsicht bei der Anschaffung der für den Einsatz notwendigen Geräte unterstützen, sondern auch an der Basis, damit alle unerlässlichen Notwendigkeiten wie Schutzausrüstung, ein moderner Fuhrpark oder ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus für die Feuerwehr und somit der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Haselsteiner: „Bei diesem Vorhaben bin ich zuversichtlich und hoffe, dass der nächste Festakt, bei dem eine Festschrift aufgelegt wird, jener ist, wo es dann heißt: Willkommen im neuen Haus der Feuerwehr Herzogenburg-Stadt/Oberndorf.“

Im Anschluss an die Festreden und an die Ehrungen segnete Feuerwehrkurat Wolfgang Payrich am inzwischen regenlos gewordenen Kirchenplatz die neue Atemschutzausrüstung der Feuerwehr und den neuen Großraum-Rettungstransportwagen des Roten Kreuzes, für den sich Christina Heigl als Wagenpatin zur Verfügung gestellt hat.

Zum Abschluss wurden natürlich alle mitfeiernden Gäste zu einer Jause ins Feuerwehrhaus gebeten – die Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen luden dabei zu einem Mehlspeis-Buffet ein.