Herzogenburger Garten der Generationen wächst

2019 fand der Spatenstich statt, im Sommer 2022 sollen schließlich die ersten Wohnungen bezogen werden.

Erstellt am 06. Januar 2022 | 05:31
Lesezeit: 1 Min
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Rasant wuchs in den vergangenen Monaten der Fortschritt im Garten der Generationen – links das Gemeinschaftshaus mit der Küche, rechts die Wohnungen, wo heuer im Sommer die ersten Bewohner einziehen sollen.
Foto: Gernot Prem

Im vergangenen Jahr waren so viele Veränderungen wie noch nie zuvor auf dem Grundstück südlich der Rottersdorfer Straße zu sehen. Im Garten der Generationen wurde gegraben, gebaggert, gegossen, gemauert, verspachtelt, verlegt – aber es wurde auch gefeiert, musiziert, an der Struktur gearbeitet und gespielt. Inzwischen hat das rund 30.000 Quadratmeter große Areal Formen angenommen.

Aufwendiger Prozess bis zum Spatenstich

Begonnen hat das Ganze vor mehr als dreizehn Jahren als der Rechtsanwalt Markus Distelberger bei einem Spaziergang mit seiner ältesten Tochter Teresa am Rand der Stadt dieses Areal entdeckte und eine Vision hatte, deren Weg ein sehr langer werden sollte.

Er hatte sich schon viele Jahre mit alternativen Lebensweisen beschäftigt – vor mehr als drei Jahrzehnten gründete er die Lernwerkstatt Pottenbrunn, drei Jahre später das Wohnprojekt Dörflein in Herzogenburg – und hier soll ein gemeinschaftlicher Lebens- und Lernort für Jung und Alt entstehen, wo verschiedene Menschen ihrem Potenzial gemäß leben und zu mehr Lebensqualität kommen können.

Dem Spatenstich und der Segnungsfeier Ende 2019 ging ein aufwendiger Prozess voraus – Kauf und Umwidmung des Grundstücks, der Aufbau des Vereins und der Organisationsstruktur der Gemeinschaft, architektonischer Entwurf der Gebäude, Aufstellung der Finanzierung über einen Vermögenspool, Bauverhandlungen und mehr.

Nun lässt sich aber langsam der erste Höhepunkt erahnen, denn im heurigen Sommer sollen die ersten Wohnungen bezogen werden. Parallel dazu wird bereits der zweite Bauabschnitt entwickelt. Geplant sind auch verschiedene Betriebsräumlichkeiten, die teilweise als Lehrstätten im Sinne des „Lebens und Lernortes“ Verwendung finden, wo es Kindern ermöglicht wird, sich selbst in ihrem jeweiligen Tempo Wissen durch den Umgang mit verschiedenen Materialien anzueignen.

Wer sich interessiert – am Samstag (8. Jänner) gibt es dort um 10 Uhr ein Kennenlern-Treffen, Anmeldungen unter https://zoom.us/j/3329709825. Näheres unter www.gartendergenerationen.net .