Frei von "Energiepiraten". Buchpräsentation / Der Autor und Motivationsexperte Gerhard Furtmüller beschreibt in seinem neuen Werk, wie man mit Gelassenheit, Humor und Leichtigkeit besser durchs Leben kommt.

Von Karina Eberl. Erstellt am 16. Juni 2014 (15:09)
Gerhard Furtmüller
NOEN, ZVG

KAPELLN / Oft sind es kleine Dinge, die den ganzen Tag verderben können. Nimmt das Negative aber überhand, sind die Energiereserven in Gefahr.

Gerhard Furtmüller, Motivationsexperte, Berater und Forscher aus Thalheim (Gemeinde Kapelln), der an der Wirtschaftsuniversität Wien arbeitet, klassifiziert in seinem neu erschienenen Buch „Energiepiraten – Wie Sie Lebensfreude gewinnen, wenn Sie Krafträuber vermeiden“ Typen derselben. Die beste Strategie im Umgang mit Energiepiraten sei aber nicht immer ein frontaler Angriff.

Tägliche Rempler in der U-Bahn, von den Kollegen übersehen werden oder Lieblingsstifte, die am Morgen nicht am richtigen Platz liegen: Was die einen nur ein Schulterzucken kostet, vergällt anderen den restlichen Tag. Spricht Gerhard Furtmüller von Energiepiraten, so sind das keineswegs immer nur die Anderen: „Durch unnötige emotionale und impulsive Reaktionen stehlen wir uns selbst mehr Kraft und Zeit, als das ein anderer jemals könnte.“

Manchmal ist Gelassenheit eben die beste Waffe. Um die zu erreichen, muss man seine Krafträuber aber erst einmal identifizieren können. „Ich verwende hier bewusst keine wissenschaftlichen Fachbegriffe. Wenn man vom Zahnarztsyndrom, vom Liegestuhlreservierer oder vom Fassadenmanager liest, so handelt es sich um Begriffe, die aufgrund der eigenen Erfahrungen auf einer emotionalen Ebene verstanden werden können“, sagt der Autor. Das wiederum macht reflektiertes und effektives Agieren in vorbelasteten und emotional aufgeladenen Situationen einfacher.

Gefährlich wird es, wenn Energiepiraterie auf lange Sicht auslaugt. „Das Zahnarztsyndrom ist im Berufsleben allgegenwärtig“, warnt der Motivationsforscher. „Gute Leistungen werden kommentarlos hingenommen – schlechte werden kritisiert. Manche Menschen sehen nur das hässliche Muttermal und nicht den Glanz in den Augen.“

Ausschließlich negative Rückmeldungen machen irgendwann blind für das Schöne im Leben: „Sich immer gegen den Wind stemmen zu müssen, ist kein Leben“, erklärt der Autor anschaulich.

„Mit Rückenwind  durch das Leben reisen“

Furtmüllers Leichtigkeit und Humor helfen beim Ausblenden von Frustration und Wut. Gelingt es dann die räuberischen Muster zu erkennen, ist es mit einfachen Mitteln, wie zum Beispiel der adaptierten Affenstrategie möglich, den Energiepiraten den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn: „Wir wollen einen Zustand der Zufriedenheit und des Glücks erreichen, also ungestört von Energiepiraten mit Rückenwind durchs Leben reisen.“