Aufregung um abgesagte Sitzungen in Wölbling

Gemeinderats- und Vorstandssitzung wurden mittels Umlaufbeschluss durchgeführt. Kritik kommt von Liste MIT.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:47
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Ortschefin Gorenzel erklärt: „Sitzungen wieder in Präsenz.“ Foto: T. H.
Foto: Thomas Heumesser

Große Aufregung um die Abhaltung der Gemeinderats- sowie Gemeindevorstandssitzungen herrscht derzeit in Wölbling. Die jüngsten beiden Sitzungen wurden abgesagt und mittels Umlaufbeschluss abgehalten.

Kritik daran kommt von der Liste MITeinander Wölbling. „Die letzte öffentliche Sitzung fand im Jänner 2021 statt und hatte nur einen einzigen Tagesordnungspunkt, nämlich das Budget. Es wäre schon längstens wieder möglich, Sitzungen normal abzuhalten“, äußert etwa Bernhard Fellner von MIT seine Kritik.

Vor allem stößt ihnen sauer auf, dass keine Diskussion und keine Gegenanträge möglich sind. Aus diesem Grund haben sich die Mandatare der Liste, Christian Pfeiffer, Bernhard Fellner und Susanne Reich, dazu entschlossen, nicht mehr an Umlaufbeschlüssen teilzunehmen. „Eine Gemeinde per E-Mail zu führen ist unmöglich“, so Fellner.

Auch vergangene Gemeindevorstandssitzung fand via Umlaufbeschluss statt, diese musste allerdings kurzfristig abgesagt werden, wie SPÖ-Bürgermeisterin Karin Gorenzel bestätigt. „Der Grund für die kurzfristige Absage war, dass ich mich selbst sowie ein weiterer geschäftsführender Gemeinderat an eine Verkehrsbeschränkung halten mussten und ein Gemeinderat erkrankt war. Ich habe mich dann kurzerhand dazu entschlossen, das Ganze mittels Umlaufbeschluss abzuhandeln.“

Im Hinblick auf die Liste MIT erklärt sie: „Sie haben sich damit selbst die Chance genommen, mitzustimmen.“ Die beiden jüngsten Umlaufbeschlüsse in Vorstand und Gemeinderat sollen nun aber Geschichte sein. Alle Sitzungen sollen nun wieder in Präsenz stattfinden, sagt Gorenzel.

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