Ferienbetreuung auf völlig neuer Schiene. Gemeinderat Herzogenburg: Kinder von sechs bis elf Jahren werden im Sommer in der Volksschule umsorgt. Der Elternbeitrag ist sehr moderat gestaltet.

Von Alex Erber. Erstellt am 29. April 2021 (03:04)
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Bürgermeister Christoph Artner: „Attraktives Angebot, qualitative Steigerung.“
Kopitz, Kopitz

Exakt 86 Minuten hat die jüngste öffentliche Sitzung des Gemeinderates gedauert, die am vergangenen Montag als Videokonferenz über die Bühne gegangen ist. Die Anzahl der teilnehmenden Mandatare war mit 28 von 33 erklecklich, die Anzahl der Gäste, die via You-Tube-Kanal der Stadtgemeinde dabei war, ist mit maximal acht als überschaubar zu bezeichnen.

Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden einstimmig beschlossen, wobei ein zentraler Punkt die Ferienbetreuung war. Bisher organisierte die Stadtgemeinde die Aktion „Ferien zu Hause“, deren Hauptschauplatz drei Wochen lang das Volksheim war.

Ab sofort findet die Ferienbetreuung unter der Obhut der Volkshilfe in den Räumlichkeiten der Volksschule statt.

Sie wird nicht nur drei Wochen, sondern gleich sieben Wochen umfassen (Ausnahmen sind die erste und siebente Ferienwoche), angeboten wird die Betreuung von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr. Voraussetzung für das Zustandekommen: Es müssen mindestens zwölf Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren pro Woche angemeldet sein.

Der Elternbeitrag gestaltet sich wie folgt: eine Woche Ganztagsbetreuung 50 Euro, eine Woche Halbtagsbetreuung 27 Euro, Betreuung pro Tag 14 Euro. Ein Mittagessen kostet vier Euro, die Jause einen Euro.

SPÖ-Bürgermeister Christoph Artner sprach von einem „attraktiven Angebot“, das eine qualitative Steigerung bedeute.

Anmeldefrist endet am Freitag, 30. April

Stadtrat Franz Gerstbauer von den Grünen sprach ebenfalls von einem „großen Plus“. Als Freizeitbereich könne der Schulcampus genutzt werden, bei Schlechtwetter sei die Übersiedlung in die alte Turnhalle möglich. Gerstbauer: „Ob alle sieben Wochen zustandekommen, wird sich weisen. Wenn ja, haben wir den Nerv jener Menschen getroffen, die Betreuung für ihre Kinder benötigen.“

ÖVP-Stadtrat Erich Hauptmann bemerkte zur Preisgestaltung: „Ich halte sie für extrem vernünftig.“

Achtung: Die Anmeldefrist endet am kommenden Freitag, 30. April.