Artner holt die „Absolute“ in Herzogenburg. Die Stiftsstadt ist wieder sozialdemokratisch. In Traismauer verteidigte Pfeffer die satte Mehrheit. Die VP gewann in beiden Städten Stimmen und Mandate hinzu.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Januar 2020 (06:52)

Die VP gewinnt, die FP verliert (massiv), bei den Grünen wachsen die Bäume nicht in den Himmel und bei der SP geht es einmal bergauf und einmal bergab: So lässt sich das Wahlergebnis in der Region Herzogenburg kurz zusammenfassen.

In Herzogenburg hat die SP jenes Mandat gewonnen, das sie 2015 verloren hat. Die Sozialdemokraten halten bei 17 Mandaten und sind von den Wählern wieder mit der absoluten Mehrheit ausgestattet worden. Zweiter Sieger ist die VP, die von sieben auf zehn Mandate aufstocken konnte und den Anspruch auf die Funktion des Vizebürgermeisters erhebt. Die FP wurde halbiert, statt sechs hält sie nur noch bei drei Mandaten; ebenso wie die Grünen, die stabil geblieben sind. Nicht in den Gemeinderat eingezogen sind die beiden Listen „Blüh“ und „HERZ“.

In Traismauer halten die Sozialdemokraten weiterhin bei 17 Mandaten und stützen sich auf eine solide absolute Mehrheit. Bürgermeister Herbert Pfeffer und sein Team konnten sogar leicht um 0,1 Prozent zulegen.

Starke Gewinne verbuchte die VP, die künftig mit zwölf anstatt bisher acht Mandaten im Rathaus vertreten sein wird. Die VP eroberte ein Mandat von der Bürgerliste MIT (nun ein Mandat) und ein Mandat von der FP, die keine Kandidatur zustande gebracht hatte. Um sechs Stimmen ein zweites Mandat verpasst haben die Grünen mit Nationalratsabgeordnetem Süleyman Zorba an der Spitze.

In Nussdorf bewies SP-Bürgermeister Heinz Konrath, dass Totgesagte länger leben. Von vielen Beobachtern war prophezeit worden, dass die VP die Gemeinde drehen könnte. Letztlich hatte Konrath um 62 Stimmen die Nase vorne.

Turbulente Zeiten kommen auf die Fladnitztal-Gemeinden Wölbling und Statzendorf zu. Dort verlor die SP ihre absolute Mehrheit, blieb aber jeweils stimmenstärkste Partei. In Wölbing gewann die VP rund um Peter Hießberger zwei Mandate hinzu, die Liste Wölbling MITeinander eines. Die FP flog aus dem Gemeinderat.

In Statzendorf sorgte Franz Siedlers Bürgerliste GUBL für Furore. Sie wurde erst knapp vor der Wahl gegründet, eroberte aber zwei Mandate auf Kosten der SP. Die VP blieb gleich. Siedler hatte im Vorfeld angekündigt, die VP zu unterstützen, was Herbert Ramler zum neuen Bürgermeister machen würde.

In Obritzberg-Rust feierte die VP den Zugewinn von zwei Mandaten. Je ein Mandat verloren die Bürgerliste „Wir“ und die SP. Die absolute Mehrheit (bisher 11:10 Mandate) ist für die VP nun solide abgesichert.

VP-Bürgermeister Ewald Gorth holte in Inzersdorf-Getzersdorf gleich drei Mandate dazu. Die SP verlor zwei Sitze, ist FP ist nach dem Verlust von einem Mandat künftig nur noch mit einem Mandat im Gemeinderat vertreten.

Stabilität herrscht im Perschlingtal: Dort gab es geringfügige Änderungen bei den Stimmen, aber keine Änderungen bei den Mandaten: Sowohl in Perschling als auch in Kapelln blieb die Verteilung gleich wie im Jahr 2015.

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