Überraschungen bei der SP in Traismauer. Frauenpower: Bettina Riederer, Christa Kernstock und Tanja Warlich sind völlig neu.

Von Alex Erber. Erstellt am 26. November 2019 (04:32)
Mit Zuversicht sehen die SP-Kandidaten den kommenden Gemeinderatswahlen entgegen. Im Bild: Stadtrat Christoph Grünstäudl, Rudolf Hofmann, Bettina Riederer, Stadtrat Walter Grünstäudl, Spitzenkandidat Bürgermeister Herbert Pfeffer, Carmen Zuzzi, Admir Mehmedovic, Stadtrat Thomas Woisetschläger, Ida Stangl, David Brandl und Andreas Rauscher (von links).
Günther Schwab

Die SP hielt ihre Jahreshauptversammlung im Gasthof zum Jägerwirt der Familie Windhör in Gemeinlebarn ab. Im Mittelpunkt stand die bevorstehende Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2020.

Zunächst wurden Stadtrat Thomas Woisetschläger sowie seine Stellvertreter Anton Maurer, Helmut Brandstetter und Walter Dedek an der Parteispitze bestätigt.

„Wir sind am Puls der Zeit und arbeiten stets zum Wohlergehen unserer Mitmenschen!“ Spitzenkandidat und Bürgermeister Herbert Pfeffer

Die Kandidatenliste für die Wahl war dann gespickt mit Überraschungen. Dass Herbert Pfeffer Spitzenkandidat ist und Thomas Woisetschläger als Nummer zwei ins Rennen gehen wird, fiel nicht in diese Kategorie, doch ab dem dritten Platz reiht sich fast ein neuer Name an den nächsten, wobei Frauenpower angesagt ist.

Die Kindergartenpädagogin Bettina Riederer aus Gemeinlebarn, Schwiegertochter der ehemaligen Stadträtin Helga Riederer, ist Quereinsteigerin am dritten Platz. Gemeinderätin Carmen Zuzzi war bislang eine verlässliche Stütze, Christa Kernstock, Nichte des verstorbenen Bürgermeisters Hans Haas, ist ebenso Quereinsteigerin wie Büchereileiterin Tanja Warlich. Einen männlichen Quereinsteiger findet man ebenso unter den ersten zehn Kandidaten, Musikschulleiter Andreas Rauscher.

Auch dahinter geizt die Liste nicht mit Überraschungen: Auf Rang elf befindet sich mit Ida Stangl ein ehemaliges VP-Wirtschaftsbund-Mitglied, Vinothek-Betreiber Rudolf Hofmann kandidiert ebenso wie Haubenkoch Peter Heneis.

„Ich bin zutiefst zufrieden, denn das neue Team für Traismauer ist konstruktiv, geprägt von ,alt‘-erfahrenen und ,jung‘-dynamischen Menschen, die Elan versprühen und Aufbruchsstimmung vermitteln. Die sozialdemokratische Handschrift ist überall in unserer Stadtgemeinde erkennbar. Wir sind am Puls der Zeit und arbeiten stets zum Wohlergehen unserer Mitmenschen und für eine erfolgreiche Zukunft von Traismauer“, erklärt Bürgermeister Herbert Pfeffer.

Traismauer müsse sich als lebenswerte Stadt erfolgreich weiterentwickeln und die Herausforderungen annehmen, die an eine aufstrebende Kommune im 21. Jahrhundert gestellt werden. „Traismauer gilt als Wohnstadt mit hoher Lebensqualität, als guter Wirtschaftsstandort im Herzen von NÖ und darauf werden wir weiter aufbauen und gemeinsam arbeiten“, betonte Pfeffer in seiner Rede bei der Jahreshauptversammlung, die den inoffiziellen Wahlkampfauftakt bildete. Offiziell um Stimmen werben möchte man ab dem 7. Dezember.

Die Sozialdemokraten, so Pfeffer, wollen die Lebensqualität in der Römerstadt in den nächsten fünf Jahren weiter steigern und mit den Projekten der Stadterneuerung Traismauer auch als Wein- und Tourismusstadt sowie auch als Kultur- und Kunstregion weiterentwickeln und die Marke Traismauer stärken. Es mache Spaß, in einer Gruppe von Gleichgesinnten Projekte in seiner Heimatgemeinde umzusetzen.