Gegen Kirchner-Aus ist Wölbling machtlos. SP-Bürgermeisterin Karin Gorenzel musste bei Treffen mit Geschäftsführung die Einstellung der Produktion zur Kenntnis nehmen.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 17. August 2018 (05:45)
Aus, Schluss und vorbei: Das Traditionsunternehmen Kirchner gehört am Standort Anzenhof der Vergangenheit an.
Thomas Heumesser

Die Firma Agrar- und Kommunaltechnik Kirchner musste die Produktion einstellen, die NÖN berichtete exklusiv. Kürzlich gab es ein Treffen zwischen den Eigentümern und der Bürgermeisterin.

„Es handelte sich um ein Informationsgespräch, die Firma läuft aus, die Mitarbeiter gekündigt“, berichtet Karin Gorenzel. Laut der Ortschefin gibt es das Bemühen, dass für jeden Mitarbeiter eine gute Lösung gefunden wird. „Neue Erkenntnisse gab es leider nicht“, so Gorenzel. Was mit dem Unternehmensgebäude passiert, steht derzeit noch nicht fest. „Möglicherweise wird es an andere Firmen vermietet. Ein längerfristiges Konzept gibt es noch nicht“, informiert die Bürgermeisterin.

Grund für die Einstellung der Produktion war die veränderte Marktsituation in der Landwirtschaft, steigende Herstellkosten und der immer größer werdende Preiskampf in der produzierenden Landtechnikindustrie. Diese hat die Eigentümer dazu veranlasst, die Strategie zu überdenken. Die Produktion von neuen Maschinen ist eingestellt, man will sich auf Ersatzteile konzentrieren. Trotz der Umsatzsteigerungen im Vorjahr habe das Unternehmen einen „herben Verlust“ eingefahren. „Leider gelang es dem Unternehmen nicht, nachhaltig in die Gewinnzone zu kommen“, so Kirchner-Pressesprecher Bernhard Schmied. Betroffen sind 50 Mitarbeiter und drei Lehrlinge, die beim AMS gemeldet wurden.