Erstellt am 01. März 2017, 13:05

von Claudia Stöcklöcker

„Schneide dir Kind aus dem Bauch“. Schwangere freundete sich aus Mitleid mit 26-Jährigem an. Dieser drohte dann.

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„Zufällig haben wir ihn kennengelernt. Er war alleine, er hat uns leidgetan, deshalb haben wir ihn in unseren Freundeskreis aufgenommen“, erzählt eine 27-Jährige im Prozess. Die Zufallsbekanntschaft, ein 26-Jähriger, habe dann ein anderes Gesicht gezeigt. „Terror hat er gemacht, behauptet, dass ich ihm Geld schulde. Ich war verzweifelt“, setzt die Zeugin vorm Richter fort. Anzeige erstattete sie, als der Mann der Schwangeren Unfassbares mitteilte.

Drohung per Handy

„Ich komme und schneide dir das Kind aus dem Bauch“, erklärte er der Frau via Handy. Wegen gefährlicher Drohung sitzt er nun im Prozess am Landesgericht St. Pölten auf der Anklagebank. Zum Vorwurf ist er geständig, doch schwächt er ab. Böses habe er nicht im Sinn gehabt, erklärt er.

„Ich wollte ihr auch keine Angst machen“, sagt er und gibt nicht zu, dass er die Schwangere in Furcht und Schrecken versetzen wollte. „Es tut mir leid“, bedauert er nun. Und fügt hinzu: „Jetzt will ich nichts mehr mit ihr zu tun haben.“

Kontakt will auch das Opfer keinen mehr: „Dieser Mann ist krank. Nach dem Telefonat bin ich eine Zeit lang nicht mehr außer Haus gegangen. Dem ist alles zuzutrauen, und jetzt schreibt er via Facebook ständig meiner Schwester.“

Für den bislang Unbescholtenen setzt es drei Monate bedingt (nicht rechtskräftig). Ein Kontaktverbot wird verhängt. „Das ist die gelbe Karte“, warnt ihn der Richter für die Zukunft.