Modernste Tennishalle des Landes wird gebaut. Bereits ab Februar entsteht im Gewerbepark Perschling die modernste Tennishalle Österreichs. Kopf hinter dem Projekt ist Kapellns Obmann Andreas Munk, der nun die revolutionäre Anlage präsentiert.

Von Peter Nussbaumer. Erstellt am 21. Januar 2021 (03:55)
Ortschef Reinhard Breitner und Andreas Munk mit Sohn Valentin und Tochter Johanna (von links) zeigen das Modell der geplanten Tennishalle.
Nussbaumer

Bei Wieselbruck, im Gewerbepark der Gemeinden Kapelln, Perschling und Würmla, entsteht ab Februar 2021 die modernste Tennishalle Österreichs. Geht alles nach Plan, dann kann schon im Sommer die Halle eröffnet und in der Wintersaison ab 1. September 2021 benützt werden.

Andreas Munk, selbst passionierter Tennisspieler und Obmann des Tennisclubs Kapelln, ist Gründer und Geschäftsführer von eTennis, einer Firma, die All-In-One Lösungen für Sportanlagen aller Größen anbietet. Munk: „Hätte ich 2011 in unserem Verein nicht die Chance erhalten, auf Online-Reservierung umzustellen, hätte ich nie mit eTennis begonnen. Heute ist eTennis in sieben Ländern Europas im Einsatz und die Kundenanzahl hat sich allein im vergangenen Jahr verdoppelt.“

„Die neue Halle hebt die Lebensqualität in unseren Gemeinden.“ Bürgermeister Reinhard Breitner, Perschling

Der Erfolg von eTennis erlaubt es Munk nunmehr, mit der Errichtung der Dreifachtennishalle die Region und die Tennisspieler der Region am Erfolg teilhaben zu lassen. Munk: „Mir ist insbesondere die Jugend sehr wichtig. Wir haben so viele Kinder und Jugendliche, die im Sommer bei uns im Verein spielen, dann aber über den Winter pausieren müssen. Auch Tenniscamps sollen künftig genauso wie das Tennistraining witterungsunabhängig mit der Tennishalle als Ausweichquartier möglich sein. Im Vorjahr war beispielsweise beim Kinder-Camp des Union-Tennis-Clubs Kapelln von Montag bis Mittwoch Regenwetter und somit war die „Trainingswoche“ nur zwei Tage lang. Auch das wöchentliche Training ist bei Regen oder extremer Hitze ab und zu ausgefallen.

Durch die Klimatisierung (dank einer 200-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage ökologisch) ist die neue Halle also auch bei Hitzeperioden eine Ausweichmöglichkeit. Man muss nicht mehr bei 35 Grad nachmittags mit den Kindern im Freien trainieren. Munk: „Als Kapellns Obmann ist es mir aber wichtig, zu betonen, dass die Halle natürlich nicht als Konkurrenz zu den Vereinsplätzen stehen soll, sondern eine Ergänzung ist. Wenn das Wetter passt, wird jeder Tennisspieler sich auch zukünftig für die Freiluft entscheiden.“

Die neue Halle, die auf drei Plätzen mit innovativen Kunstsandbelag ausgestattet sein wird, bietet die Möglichkeit, auch im Winter auf Sand zu spielen und vermeidet somit die Umstellungsphase im Frühjahr.

Durch den Einsatz von eTennis wird der Betrieb automatisiert und digitalisiert. Dazu zählen die Steuerung des Zutritts mit Pin-Codes und die Steuerung des Lichts auf Basis eingetragener Reservierungen. Moderne Sanitär-Räume mit barrierefreier WC-Anlage sowie eine gemütliche Lounge mit Sitzgelegenheiten und Getränke- und Snackautomaten werden zur Verfügung stehen. Die Tennishalle wird außerdem das eTennis-Team in einem modernen Büro beherbergen.

Für einen weiteren Raum mit knapp 40 Quadratmetern sind verschiedene Verwendungen möglich, so sind etwa ein Tennis-Shop mit Bespannservice oder ein professioneller Golf-Simulator oder ein Fitness-Raum für den Trainingsbetrieb möglich.

Das Projekt ist jedenfalls unter Dach und Fach: Sogar die Reservierung von Winter Abos für die Saison 2021/22 ist schon möglich.

Perschlings Bürgermeister Reinhard Breitner: „Ich freue mich natürlich sehr auf die neue Halle. Sie gibt nicht nur den Tennissportlern neue Möglichkeiten, sondern hebt die Lebensqualität in unseren Gemeinden.“

„Die Halle soll keine Sparkasse werden“

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro.

Andreas Munk: „Die Amortisierung hängt natürlich sehr mit der Auslastung durch die Tennisspieler der Region zusammen, aber wird sich zwischen zehn und 15 Jahren bewegen. Es reicht mir, wenn die Halle kostendeckend genutzt wird, das heißt, ich muss nicht davon leben, aber es soll auch keine Sparkasse werden. Es soll einfach etwas für die Region, die Sportler und insbesondere die Kinder und Jugendliche sein.“