Herzogenburger Pummerin erhält den Klang zurück . Der 300. Geburtstag soll mit originalem Holzjoch gefeiert werden. Dazu bedarf es noch Geld.

Von Alex Erber. Erstellt am 16. April 2019 (04:10)
Raiffeisenbank
Geschäftsleiter Rudi Singer, Stiftspropst Petrus Stockinger und Prokurist Hannes Grünberger sind zur Pummerin aufgestiegen und bitten die Bevölkerung um Spenden.

Zwei ehrgeizige Projekte beschäftigen derzeit die Verantwortlichen der Stiftskirche.

Die Lautsprecheranlage, die in die Jahre gekommen ist, wird aller Voraussicht nach Mitte Mai installiert werden. Offen bleibt allerdings ein Teil der Finanzierung.

Auch das Joch der großen, 300 Jahre alten Pummerin entspricht nicht mehr den Anforderungen an Klangqualität und Funktionalität.

Glocke wurde 1719 gegossen

Die Pummerin, die große Glocke der Stiftskirche, wurde im Jahre 1719 gegossen, wiegt über 3,8 Tonnen und ist eines der bedeutendsten Klangdenkmäler Österreichs. Mit der Elektrifizierung des Geläutes vor einigen Jahrzehnten wurde das Holzjoch, ein damals unverzichtbares Gegengewicht, durch ein Metallkonstrukt ersetzt, was aber einen merklichen Rückschritt in der Klangqualität mit sich brachte.

„Der 300. Geburtstag dieser einzigartigen Glocke im heurigen Jahr ist eine gute Gelegenheit, das originale Holzjoch und den damit verbundenen unverwechselbaren Klang wieder herzustellen. Darum bitten wir um Unterstützung“, sagt der Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Herzogenburg-Kapelln, Rudi Singer, der gemeinsam mit Stiftspropst Petrus Stockinger um Spenden ersucht, damit die Arbeiten möglichst bald in Angriff genommen werden können. Das Konto hat die Raiffeisenbank bereits mit einem ansehnlichen Geldbetrag dotiert.