Florianis feiern Jubiläum. Bei mehrtägigem Event blickte man auf 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ossarn zurück.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 10. Oktober 2019 (03:34)
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22 Bierkisten schaffte Jungfeuerwehrmann Robin Haas übereinanderzustapeln, dann war Schluss.

Zur Feier von 125 Jahren Freiwillige Feuerwehr Ossarn wurde ein mehrtägiges Spektakel mit einem Tag der offenen Tür, einer Fahrzeugschau, Vorführungen und Übungen veranstaltet.

„Wir dürfen heute ein Fest feiern, das seinen Ursprung oder seinen Beginn vor genau 125 Jahren hatte“, erzählte Kommandant Franz Burgstaller beim Festgottesdienst zum Jubiläum, mit dem das Fest am letzten September-Wochenende eingeläutet wurde.

In einem Rückblick rollte er anschließend die Geschichte der Wehr auf, die damals der Feuerwehr Herzogenburg unterstand, bis sich 1894 beherzte Männer zusammenfanden und eine eigene Wehr gründeten.

1922 hat man unter Hauptmann Anton Kittel mit dem Bau des „alten“ Feuerwehrhauses begonnen, das 63 Jahre genutzt wurde.

1951 wurde dann unter dem damaligen Hauptmann Johann Stifter die erste Tragkraftspritze der Wehr ihrer Bestimmung übergeben – sie wurde noch mit einem Pferdefuhrwerk zum Einsatzort befördert. Erst drei Jahre später wurde das erste motorisierte Fahrzeug unter Hauptmann Ludwig Denk in den Dienst gestellt und in Eigenregie zu einem Löschfahrzeug umgebaut. Zur Segnung komponierte die damalige Herzogenburger Musikdirektorin Herta Beier den Ossarner Feuerwehrmarsch, der bis heute erhalten blieb.

1971 ging unter dem Kommandanten Johann Kainz das erste Feuerwehrfest über die Bühne.

Feuerwehrjugend ist ein ständiger Fixpunkt

Der größte Schritt in die Zukunft wurde 1981 mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses gestartet. Die Größe dieses Hauses stieß damals oft auf Kritik, aber es zeigte sich bald, dass die Entscheidung richtig war.

Ein wesentlicher Meilenstein in der Geschichte war die Gründung einer Feuerwehrjugend. Damals noch bei der Stadtfeuerwehr ausgebildet, wurde sie 1997 von Jugendbetreuer Josef Wild übernommen. Sie ist seit damals ständiger Fixpunkt der Wehr.

Seit 2004 gibt es auch Frauen als Feuerwehrmitglieder, sie stellen mittlerweile mit rund 20 Prozent einen wesentlichen Anteil des Mitgliederstandes und stehen ihren männlichen Kollegen in der Ausbildung in nichts nach. Zehn Jahre später wurde ein Teil der Feuerwehrgeschichte aufgegeben: Das alte Feuerwehrhaus musste abgerissen werden. Dadurch fielen Lagermöglichkeiten weg und so wurde schlussendlich das bestehende Haus um einen Lagerraum erweitert, sodass jetzt alle Gerätschaften unter einem Dach sind.