Erstellt am 18. Oktober 2011, 00:00

Gutachter haben bestätigt: ÖTB-Halle schimmelt nicht!. GERÜCHT / Zwei Schüler haben „Allergie“ bekommen. Turner ließen sich eine Expertise erstellen: Keine Pilzviren! Obmann Zahradnik fragt nun, wer die Kosten übernimmt.

Zahradnik: »Warum suchen Eltern nicht Kontakt mit Vereinsverantwortlichen?«  |  NOEN
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VON ALEX ERBER

TRAISMAUER / „Außer Spesen nichts gewesen!“ Der Obmann des ÖTB-Turnvereins Traismauer 1910, Georg Zahradnik, ist, salopp formuliert, „ang‘fressn“. Und das zu Recht.

Vor einigen Wochen wurde der das erste Mal mit dem Gerücht konfrontiert, dass die Turnhalle „schimmelt“. Ein sofortiger Kontrollgang durch die Verantwortlichen des Turnvereines konnte keine Verdachtsmomente liefern. Zahradnik: „Als uns die Neue Mittelschule Traismauer informierte, dass zwei Schüler aufgrund einer Schimmelpilzallergie vom Turnunterricht befreit wären, der immer in der ÖTB Turnhalle akut würde, und dies auch sehr massiv unter den Kindern besprochen wurde, war für den Turnrat klar, ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben.“ Und das, obwohl ein neuerlicher Rundgang mit Schuldirektor Gerhard Beitl und Gemeindeverantwortlichen wieder keinen Hinweis auf Schimmel lieferte.

Die Firma „IBO Innenraumanalytik“ untersuchte Ende September die ÖTB-Turnhalle auf Feuchte der Gemäuer und nahm an drei Stellen in der Halle Raumluftmessungen und an einer Stelle im Außenbereich eine Kontrollmessung vor. Das Ergebnis liegt nun vor und entkräftet alle Gerüchte. In der Halle gibt es keine Anzeichen für akuten Schimmelbefall.

Zahradnik ärgert sich: „Auch wenn das Ergebnis der Untersuchung für den Turnverein sehr positiv ist, stellen sich ein paar Fragen: Ist, nur weil ein Gebäude 80 Jahre alt ist, dies automatisch verschimmelt? Wieso wird von den betroffenen Eltern nicht der Kontakt mit den Vereinsverantwortlichen gesucht? Warum ist der zuständige Schularzt nicht eingebunden? Und nicht zuletzt: Wer trägt die Kosten der Untersuchung, die nun ein großes Loch in den Säckel des Turnvereines reißen, und damit weniger Geräte für die Kinder und Jugendliche angeschafft werden können?“