Stiere in Panik: Hunde hetzten Rinder. Tiere trampelten Zaun in Haselbach (Gemeinde Perschling) nieder. Es dauerte zwei Stunden, bis sie wieder eingefangen waren.

Von Peter Nussbaumer. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:37)
Sichtlich erschöpft ruhen sich die drei Stiere nach ihrem unfreiwilligen Abenteuer aus.
Peter Nussbaumer

Zu unglaublichen Szenen kam es am vergangenen Freitag-Mittag in Haselbach. Kevin Kobam saß mit seinen Eltern, Gabriele und Josef Kobam, und Onkel Alois Siedl beim Mittagstisch, als sie zufällig am Feldweg oberhalb der Koppel der Hochlandrinder von Kevin Kobam eine Frau mit zwei nicht angeleinten Hunden spazieren sahen. Plötzlich schlüpften die Hunde unter den Elektrozaun, rannten mit Gebell auf die Rinder zu und scheuchten sie auf. Die drei Stiere schreckten in ihrer Mittagsruhe auf und rannten außer sich in Panik davon, trampelten den Zaun nieder und suchten über die Straße das Weite. Schwester Claudia, die die Situation beobachtete: „Mein Bruder, Papa und Onkel Lois rannten gleich raus. Papa hielt die Autos auf, Kevin rannte zu den Kühen und Onkel Lois setzte sich ins Auto, um die Frau zu erwischen, jedoch war diese auf einmal wie vom Erdboden verschluckt.“

Die Hundehalterin hatte ihre Tiere rasch in ihr Auto verfrachtet und war davon gefahren.

Es dauerte zwei Stunden, bis mit der Hilfe der Nachbarn die Rinder eingefangen, der Zaun repariert und die Stiere wieder in ihrem Gehege waren.

„Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert“

Claudia Kobam: „Nicht auszumalen, was da alles geschehen hätte können, wenn beispielsweise ein Auto auf ein Rind aufgefahren oder ein Dorfbewohner auf die panischen Stiere gestoßen wäre! Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert. Die Tiere waren jedenfalls derartig erschöpft, dass sie den ganzen Tag nur herum gelegen sind, um das Ganze zu verkraften, es geht ihnen mittlerweile auch wieder gut.“