Landjugend feierte "wilden Westen". 800 Cowboys und Cowgirls feierten mit der Landjugend in Zagging.

Erstellt am 08. August 2018 (04:41)
Lisa Röhrer
Machten zu dritt die Westernparty unsicher: Chris Brauner, Matthias Fleischhacker und Bledar Krasniqi.

Der Wilde Westen liegt mitten in Zagging, geht die Legende schon seit etwa 30 Jahren in der Region. Mehr als 800 junge Cowboys und Cowgirls ritten heuer ein, um die Prärie rund ums Feuerwehrhaus zu einer großen Party zu machen. Was damals schon den Pionieren die Zeit vertrieb, sorgte auch heute für den Spaß: kühle Drinks, um die staubige Kehle zu befeuchten, Musik, die selbst den standfestesten Outlaw springen ließ, und dann wartete auch der Bulle, um von Wagemutigen gebändigt zu werden. Damit es bei der Erkundung des Westens trotzdem an nichts mangelte, waren 65 Mitglieder der Landjugend Hain im Einsatz, die pink behütet servierten und sich um einen reibungslosen Ablauf kümmerten.

Wo einst der Fiddler im Heuschober den Takt vorgab, bewegte diesmal DJ Sanix mit mächtigen Bässen das Landvolk. Hardstyle schwingt da heute ebenso über die weite Ebene wie Gitarren-Klänge. Beweise von der Nacht im Wilden Westen konnte man sich bei der Fotobox sichern.

Star der Sause war der Bulle

Der eigentliche Star, auf dem in der sternenklaren Nacht neue Legenden geboren wurden, war aber der Bulle. Erst nach 60 Sekunden Kampf mit dem Gleichgewicht stoppt die Bestie, nur um zehn Sekunden später wieder mit maximalem Tempo loszulegen. Dann wird es noch schwieriger, schwieriger für die Cowboys und Cowgirls, sich auf dem Rücken zu halten. Die Drehgeschwindigkeit wählt die Maschine zufällig. Experten schaffen es, sich länger als die erste Minute auf dem Bullen zu bewähren. Für die meisten endet der wilde Ritt aber bereits nach wenigen Sekunden mit einem Köpfler ins Luftkissen. Auch das NÖN-Rodeo endete schon bald mit einem Sieg des Bullen.

Wilde Party – aber ohne Zwischenfälle

Obwohl es wild zuging im Westen, lief doch wieder alles glatt, zeigten sich die Organisatoren im Morgengrauen zufrieden. Auch das eine oder andere Duell in bester Cowboy-Manier endete ohne gröbere Beeinträchtigung. Wem es in der heißen Nacht zu hitzig wurde, der hatte ohnehin auch die Möglichkeit, sich im Refugium von Checkpoint, inklusive Wuzzler, zum sportlichen Ausgleich zurückzuziehen.

Die Legende wird hier auch nicht enden. Die Landjugend-Mitglieder bereiten sich schon auf das nächste Jahr und die nächste Party vor.

Der Reinerlös der Veranstaltung wird für gemeinnützige Projekte und Jugendförderung (Weiterbildung, Brauchtum und Kultur) verwendet.