Afghane (17) kam mit bedingter Strafe davon. Randale im Asylquartier: Junger Mann verletzte nicht nur seine Kontrahenten, sondern auch die einschreitenden Polizisten.

Von Alex Erber. Erstellt am 24. Februar 2017 (12:37)
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In den Räumlichkeiten des Landesgerichtes St. Pölten ist in der Vorwoche der juristische Schlussstrich unter einen Polizei-Großeinsatz im Asylquartier am ehemaligen Biomin-Areal in Oberndorf/Ebene gezogen worden.

Vor Richter Markus Grünberger musste sich ein Afghane (17) verantworten. Die Anklage warf ihm vor, insgesamt sechs Personen verletzt zu haben; darunter eine Betreuerin und drei Polizisten, die alarmiert worden waren. Ein Ordnungshüter erlitt eine schwerwiegende Verletzung am Daumen, musste in der Folge eine Schiene tragen und sich deswegen einige Wochen in den Krankenstand begeben.

Der Asylwerber zeigte sich weitgehend geständig. Er kassierte eine bedingte Haftstrafe im Ausmaß von acht Monaten. Das Urteil ist rechtskräftig.

Wie ausführlich berichtet, kam es im vergangenen Jahr zu einer ganzen Serie von Polizeieinsätzen, wobei die Palette der Delikte von gefährlichen Drohungen und Körperverletzungen bis zu Suizidversuchen reichte. Die abscheulichste Tat ist nicht in Oberndorf, sondern in Wien verübt worden. Ein junger Mann aus dem Asylquartier vergewaltigte eine türkische Austauschstudentin in einer Toilette am Wiener Praterstern und wurde unlängst für sechs Jahre hinter Schloss und Riegel befördert.

Seit einem Wechsel in der Betreuung Anfang Dezember des Vorjahres sowie einer Reduktion der Belegung um zwei Drittel herrscht in Oberndorf relative Ruhe.