Artner ist jüngster Bürgermeister des Bezirks. Der St. Andräer ist mit 32 Jahren der jüngste Bürgermeister des Bezirks.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 27. November 2018 (04:16)
Bei der Bürgermeister-Wahl in Herzogenburg: designierter Vorsitzender der Jungen Generation im Bezirk St. Pölten, Martin Aichinger, Nationalrat Robert Laimer, Gemeinderätin Gabriele Frieben, der neue Bürgermeister von Herzogenburg, Christoph Artner, Stadtrat Kurt Schirmer, Bundesrätin Eva Prischl und Vizebürgermeister Richard Waringer.
Kopitz

Ein junges Duo ist an der Spitze der Stiftsstadt. Wie vergangenen Montag exklusiv auf NÖN online berichtet, wurde Christoph Artner zum neuen SP-Bürgermeister von Herzogenburg gewählt. Der 32-jährige St. Andräer bekam 26 der insgesamt 33 Stimmen und ist damit jüngster Bürgermeister im gesamten Bezirk St. Pölten. Fünf Stimmen waren ungültig, eine Stimme gab es je für Erich Hauptmann (VP) und Günter Haslinger (FP).

„Danke für das mehrheitliche Votum und danke für die Unterstützung im Vorfeld, ohne die, das alles nicht möglich wäre. Ich habe zwar ein klares politisches Mascherl, aber ich bin ein Bürgermeister für alle und vor allem für Herzogenburg“, so Artner in seiner Ansprache. Wichtig sei für ihn, dass man sich nach einem Gespräch beim Auseinandergehen noch in die Augen schauen könne.

„Nach Christoph Artner als Vizebürgermeister gilt es auch für mich große Fußstapfen zu füllen, aber ich bringe ja schon einiges an Erfahrung als Stadtrat mit.“

Zum neuen Vizebürgermeister wurde Richard Waringer gewählt. Der 28-Jährige bekam nur die 19 Stimmen von SP und Grünen. Wie vorab berichtet schickten VP und FP eigene Kandidaten ins Rennen. Für Erich Hauptmann stimmten die sieben VP-Gemeinderäte, für Martin Hinteregger die sechs FP-Gemeinderäte. Waringer betonte nach der Wahl, dass er sich für das Vertrauen bedanke: „Nach Christoph Artner als Vizebürgermeister gilt es auch für mich große Fußstapfen zu füllen, aber ich bringe ja schon einiges an Erfahrung als Stadtrat mit.“

Waringer engagierte sich schon mit 15 Jahren politisch, von 2007 bis 2011 war er Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Herzogenburg, seit 2010 sitzt er im Gemeinderat, im Jahr 2015 wurde er zum Stadtrat gewählt. Seinen Schritt in die Politik begründet er so: „Wenn man etwas ändern will, dann muss man sich für seine Interessen einsetzen.“ Außerdem ist der Vizebürgermeister überzeugt: „Und wenn man sachlich etwas einbringt, kann man etwas bewegen – auch als Junger.“

Mit Kurt Schirmer wurde außerdem ein neuer, junger Stadtrat gewählt. Er folgt Richard Waringer nach und wird die Kulturagenden übernehmen. Für den 29-Jährigen gab es insgesamt 27 Stimmen. Politische Erfahrung hat auch schon Schirmer, er kam 2015 in den Gemeinderat und ist seit 2005 bei der Sozialistischen Jugend aktiv. Als Kulturstadtrat will er auf den Akzenten, die sein ehemaliger Schulkollege Waringer gesetzt hat, aufbauen. „Beim Höfefest, das 2019 wieder stattfinden wird, möchte ich mich aktiv einbringen und zur Belebung des Kulturzentrums Reither-Haus beitragen“, sagt Schirmer zu seinen Plänen.

Als neues Mitglied in den Gemeinderat wurde die pensionierte Lehrerin Gabriele Frieben aufgenommen.