Herzogenburg

Erstellt am 20. Dezember 2016, 05:40

von Hans Kopitz

Asylquartier: SLC raus und Caritas rein. Cornelia Gattringer und Kerstin Kienberger sind die Ansprechpartnerinnen vor Ort. Die Container werden weggebracht, im Bürogebäude gibt es eine Wohngemeinschaft.

Infoabend: Christa Weninghofer, Bernadette Schogger und Cornelia Gattringer (von links) sowie Kerstin Kienberger, Susanne Friedel, Georges Villarmé, Margit Aufhauser-Pinz, Josef Schogger und Notburga Schaupp (von rechts) mit einem betreuten Jugendlichen.  |  NOEN, Hans Kopitz

Zu einem Abend der offenen Tür sind in der Vorwoche alle freiwilligen Mitarbeiter - egal, ob schon bestehend oder neu - von der Caritas St. Pölten in das ehemalige Biomin-Bürogebäude in der Industriestraße eingeladen worden.

Wie exklusiv berichtet, übernahm mit Anfang Dezember die Caritas St. Pölten die Leitung des Asylquartiers, nachdem Margarete Erber den Vertrag mit der seinerzeitigen Betreiberfirma SLC-asylcare nicht verlängert hatte. Bis zu 90 Flüchtlinge waren dort seit rund einem Jahr im Bürogebäude und in den auf dem Gelände stehenden Containern untergebracht - und es gab immer wieder Schwierigkeiten, denn seit Inbetriebnahme des Flüchtlingslagers musste die Polizei rund 50 Mal ausrücken. Die Einsätze waren mannigfaltig - von Raufereien und Lärmerregung bis zu angekündigten Suizidversuchen war alles dabei.

24 Minderjährige und sechs junge Erwachsene

Nun stehen die Container leer - sie werden in den nächsten Wochen weggebracht -, im Bürogebäude ist jetzt eine Wohngemeinschaft für 24 unbegleitet minderjährige Flüchtlinge sowie sechs Plätze für junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren untergebracht, die im Auftrag des Landes betreut und von einem speziellen Pädagogen-Team rund um die Uhr begleitet werden.

Kerstin Kienberger von der „Servicestelle Freiwilligenarbeit“ und Cornelia Gattringer von der „Leitung Wohngemeinschaften für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge“ haben den Interessenten die neuen Rahmenbedingungen vorgestellt.

„Freiwillige sind unverzichtbar“

Zu den Programmpunkten zählten neben dem Kennenlernen des Hauses die Beantwortung wichtiger Fragen wie „Was kann ich als Freiwillige oder Freiwilliger in der Wohngemeinschaft Herzogenburg tun?“ und „Was heißt es, ein Freiwilliger in der Caritas St. Pölten zu sein?“ Dabei erfuhren sie auch, dass es in der Caritas St. Pölten rund 900 freiwillige Mitarbeiter gibt, die haftpflichtversichert sind und sich natürlich auf ihrem Gebiet auch weiterbilden können. Außerdem gibt es einen Freiwilligen-Stammtisch, an dem regelmäßig mit Gleichgesinnten Erfahrungen ausgetauscht werden können.

„Freiwillige sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Caritas-Arbeit. Sie spenden Zeit, weil es ihnen nicht egal ist, wenn andere in Not geraten oder Hilfe brauchen. Sie unterstützen mit ihren Fähigkeiten und Talenten, wo sie dringend gebraucht werden. Und Sie bekommen viel zurück: ein Lächeln, Dankbarkeit - aber auch neue Sichtweisen, Erfahrungen und Wissen“, so Kerstin Kienberger.

Cornelia Gattringer und Kerstin Kienberger sind telefonisch oder per Mail erreichbar und geben gerne Auskunft: Cornelia Gattringer, 0676/83844303, cornelia.gattringer@stpoelten.caritas.at; Kerstin Kienberger, 0676/838447303, kerstin.kienberger@stpoelten.caritas.at