Künstlerin Minarz erhielt Frauenpreis. 176 Nominierungen, 13 Ehrungen: Herzogenburger Künstlerin und Gründerin der Kulturinitiative Schupfengalerie ist von Landeshauptfrau Mikl-Leitner ausgezeichnet worden.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 21. Dezember 2017 (05:09)
NOEN, NLK/Schrittwieser
Gratulation an die Gewinnerinnen der Kategorie „Kunst, Kultur und Medien“: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Luna Al-Mousli, Renate Minarz, Karen De Pastel und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz (von links).

Im Casino Baden wurden vor einigen Tagen die diesjährigen Liese-Prokop-Frauenpreise durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz verliehen. 13 Frauen von insgesamt 176 Nominierten – für Herzogenburg waren es Renate Minarz, Ingeborg Hörzenberger-Haiden und Anna Maria Figdor – wurden für ihre besonderen Leistungen in den Bereichen Wirtschaft und Unternehmertum, Wissenschaft und Technologie, Kunst, Kultur und Medien sowie Soziales und Generationen ausgezeichnet. Nominiert hatte die drei Herzogenburgerinnen VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann.

Unter den 13 Preisträgerinnen befand sich schließlich Renate Minarz: „Ich habe mich schon über die Nominierung sehr gefreut, noch mehr dann, als ich wirklich drinnen war und realisiert habe, dass ich die Person bin, über die da vorne gesprochen wird. Die Freude war riesig und eine schöne Anerkennung dafür, dass ich über 20 Jahre im Kulturbereich tätig bin.“

Weltweites Engagement

Dr. Patricia Engel – als Initiatorin und Leiterin des Europäischen Forschungszentrums für Buch und Papierrestaurierung an der Donau-Universität Krems engagiert sie sich weltweit auch als Präsidentin der Organisation „Restauratoren ohne Grenzen“, um wertvolle Kulturgüter in Archiven und Bibliotheken vor Zerstörung zu retten – erhielt als eine der 13 Frauen darüber hinaus den dotierten Hauptpreis in der Höhe von 10.000 Euro.

Den Liese-Prokop-Frauenpreis in der Kategorie Kunst, Kultur und Medien erhielten Luna Al-Mousli, Karen De Pastel und Renate Minarz. Al-Mousli wirkt als Autorin, Grafik-Designerin und Kunstvermittlerin. Karen De Pastel ist Konzertorganistin, Pianistin, Violinistin, Komponistin und Dirigentin. Die ehemalige Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst ist heute Musikintendantin im Stift Lilienfeld und Präsidentin der Internationalen Sommerakademie Lilienfeld.

„Renate Minarz ist Künstlerin und Gründerin der Kulturinitiative Schupfengalerie. Sie bereichert die regionale Kultur mit ihrer Leidenschaft für den gegenseitigen Austausch und ihrem Talent zur Vernetzung durch Vernissagen, Kindertheater und Schulprojekte“, hieß es bei der Preisverleihung.

„Viel Luft nach oben“

Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte, dass sich seit der Verleihung des ersten Liese-Prokop-Frauenpreises im Jahre 2007 einiges verändert habe – so seien die Leistungen von Frauen sichtbarer, es gebe mehr Frauen in Führungspositionen, man sei auf einem guten Weg, es gebe aber noch viel Luft nach oben.

Landesrätin Schwarz, die nach Mikl-Leitner das Ressort von Liese Prokop in der Landesregierung übernommen hat, sagte, dass man heute noch spüre, was sie geleistet hat: „Prokop war eine unglaublich starke Frau, die sich mit aller Kraft für die Menschen eingesetzt hat, die in der Gesellschaft benachteiligt sind.“