Dankbarkeit für Prälat Fürnsinn an erster Stelle. Prälat Maximilian Fürnsinn blickte in der Predigt auf sein 40-jähriges Wirken als Stiftspropst zurück.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 09. Mai 2019 (03:10)
Hans Kopitz
Dankgottesdienst: Prälat Maximilian Fürnsinn mit Abt Maximilian Heim vom Stift Heiligenkreuz, Abt Johannes Maria Szupulski aus Zwettl, Alt-Abt Berthold Heigl vom Stift Seitenstetten sowie Clemens Maier und Leopold Klenkhart vom Stiftskonvent (von links).

Am Montag der Vorwoche wurde traditionsgemäß das Hochfest des heiligen Georg gefeiert, der Patron des Chorherrenstiftes ist. Es begann mit einem feierlichen Morgenlob, nachmittags sang man die festliche Vesper. Am Abend fand das Hochamt statt, diesmal aber in Verbindung mit einem Dank an Prälat Maximilian Fürnsinn für sein 40-jähriges Wirken. Der Kammerchor „musica capricciosa“ aus Amstetten umrahmte den Gottesdienst.

Nicht nur der Konvent und zahlreiche Freunde und Wegbegleiter wie der ehemalige St. Pöltner Bezirkshauptmann Josef Sodar mit Gattin Christine, die Rotarier und eine Abordnung der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem dankten mit ihrer Anwesenheit dem langjährigen Propst, sondern auch Priesterkollegen wie Abt Johannes Maria Szupulski aus Zwettl, Abt Maximilian Heim vom Stift Heiligenkreuz, Abt Georg Wilfinger vom Stift Melk und Alt-Abt Berthold Heigl vom Stift Seitenstetten, der auf diesen Tag genau vor fünf Jahren sein neues Herz bekommen hat.

„Ich bin der Beschenkte“

„Es gibt heute keine Ansprachen, sondern nur deine Predigt, für die du selbst verantwortlich bist“, sprach der neue Stiftspropst Petrus Stockinger zu Beginn des Gottesdienstes seinen Vorgänger an. Und es gab sie auch, aber völlig untypisch für Maximilian Fürnsinn, denn sie war kurz und nur auf einen Punkt reduziert, obwohl in seinen früheren Predigten immer mehrere Punkte angesprochen worden waren.

Und dieser eine Punkt war: Dankbarkeit. „Ich bin der Beschenkte, denn 40 Jahre Propst, das ist eine Schule der Dankbarkeit“, so Maximilian, der sich bei der Politik, bei der Öffentlichkeit, bei der Beamtenschaft und bei allen Wohltätern bedankte – besonders aber bei seinen Mitbrüdern und den Mitarbeitern des Hauses, die ihn immer wieder unterstützten. „Es war nicht immer leicht, aber ich bemühte mich, nicht nur ein Oberer zu sein, sondern auch ein Mitbruder.“

„Ich bin der Beschenkte, denn 40 Jahre Propst, das ist eine Schule der Dankbarkeit“

Ein großes Danke ging auch an die vielen Wallfahrergruppen, die er begleitet hat, an die Christen der Ostkirche – fast alle Patriarchen waren hier im Kloster zu Gast – an die Medien, bei denen er viele Freunde gefunden hat, an die Menschen, die er als Seelsorger begleiten durfte und die ihm ihre Freundschaft geschenkt haben, an die Jugendlichen, die er gefirmt hat und die ihm bei den Nökiss immer wieder zugegangen sind sowie an die Menschen, die auf ihn geschaut haben wie Ärzte und persönliche Gesprächspartner. Vor allem aber an die Menschen, die ihm, wie er sagte, dabei geholfen haben, nicht abgehoben zu sein. „Das sind nur ein paar Beispiele, die zeigen, dass ich wirklich ein Beschenkter bin.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle Mitfeiernden zu einer Bewirtung ganz nach Maximilians Geschmack in das Pfarrzentrum St. Stephan eingeladen – und wer ihn kennt, wusste, was ihn erwartete: Würstel mit Senf und Gebäck.