Das Klettern in der Boulderhalle boomt total. Halle „Kraftwerk“ ist zu klein geworden, 2020 erfolgt daher ein Ausbau.

Von Alex Erber und Hans Kopitz. Erstellt am 03. Dezember 2019 (03:32)
Manuela Dorwekinger (vorne, Mitte) mit „ihren“ Kids, die regelmäßig in die Boulderhalle kommen und mit Begeisterung dabei sind.
Hans Kopitz

 Eine Subvention im Ausmaß von 7.000 Euro hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung an die Sektion Klettern der Naturfreunde einstimmig ausgeschüttet.

Hintergrund: Die Boulderhalle „Kraftwerk“ soll um zwei Hallen und 192 Quadratmeter Kletterfläche erweitert werden. Die Kosten dafür werden sich einer Schätzung zufolge auf 82.000 Euro belaufen. Nach Abzug von Eigenleistungen bleiben 42.000 Euro übrig, die zum großen Teil über Crowdfunding finanziert werden sollen.

Die Stadtgemeinde hat die Förderung gerne gewährt: „Das ist ein gut angelegter Betrag“, waren sich SP-Bürgermeister Christoph Artner und die Mandatare einig.

2020 soll es bei der Jungbürgerfeier auch Gutscheine für die Nutzung der Kletterhalle geben.

Familie Dorwekinger ist das Herz der Halle

Der Motor hinter dem Projekt Boulderhalle ist die Familie Dorwekinger. Ihr ist es gelungen, das ehemalige Agnes-Werk mit Leben zu erfüllen: 60 bis 80 Kinder beziehungsweise Jugendliche im Alter von drei bis 15 Jahren verzeichnet man pro Woche, doch auch Erwachsene „verirren“ sich immer wieder. „Nachmittags sind zwar fast nur Kinder, aber abends sind auch schon Erwachsene da. Für heute haben sich zum Beispiel 20 Studenten angemeldet. Aber wird ja auch die einzige Boulderhalle im Umkreis von rund 70 Kilometern“, so Manuela Dorwekinger am vergangenen Mittwoch. „Unser Team besteht hauptsächlich aus Eltern kletterbegeisterter Kids, daher ist es uns ein Anliegen, dass in unserer Halle viele Kinder aus- und eingehen können. Mit einem abwechslungsreichen Kursangebot und zahlreichen spannenden Wettbewerben wollen wir möglichst viel Action bieten.“

Drei Kinder, denen besonders die „Action“ und die gemeinsam Spiele gefallen, sind Christoph Dohnal aus Inzersdorf, Anna Hörmann aus St. Pölten sowie Greta Walter aus Wetzmannsthal, die jede Woche einmal vorbeikommen.

Auf die Frage, wie lange sie das schon machen, kommt einstimmig „eine Ewigkeit“, wobei Manuela Dorwekinger dann doch etwas einbremst. „Naja, ich würde sagen, rund zwei Jahre werden es schon sein, aber sie kommen wirklich immer wieder gerne her.“