Eine Messe zum 50er des Motettenchors

Der Motettenchor wurde 1970 von Harald Servus gegründet und zelebriert Ende Oktober mit einem Festgottesdienst in der Stiftskirche sein 50-jähriges Bestehen.

Hans Kopitz Erstellt am 06. Oktober 2021 | 04:46
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Otto Schandl bei seiner ersten Probe von Mendelssohn Bartholdys „Elias“ im Augustinussaal.
Foto: Hans Kopitz

Vor 50 Jahren wurde der Motettenchor gegründet, am Sonntag, 24. Oktober, feiert er mit einem Festgottesdienst in der Stiftskirche und anschließendem Konzert im Festsaal Jubiläum.

Der Chor wurde im September 1970 von Harald Servus gegründet – sein erster öffentlicher Auftritt fand dann ein Jahr später im Dezember statt. 1973 übernahm der junge Chor auch die Funktion des Kirchenchores, dessen vordringlichste Aufgabe die musikalische Gestaltung der Hochämter und Festgottesdienste in der Stiftskirche war und bis heute ist. Dabei bilden die lateinischen Orchestermessen der Klassiker Haydn, Mozart und Schubert den Kern des Repertoires.

Seit Dezember 1990 leitet Otto Schandl den Chor, der derzeit aus etwa 40 Mitgliedern besteht. Diese sind in den verschiedensten Berufen tätig und widmen einen Teil ihrer Freizeit dem Chorsingen. Ziel des Chorleiters ist, immer mehr junge Leute für das Chorsingen zu begeistern und die Qualität der Darbietungen auf ein möglichst hohes Niveau zu heben. Unterstützt wird der Chor in erster Linie vom Stiftsorganisten Johannes Zimmerl und von zahlreichen Musikern und Solisten aus Herzogenburg und Umgebung.

Messiah als Höhepunkt

Zu den Höhepunkten der Chortätigkeit zählen neben den liturgischen Aufgaben auch Konzerte im Festsaal des Stiftes und in der Stiftskirche, zum Beispiel 1985 ein Barockkonzert, 1991 ein Mozart-Konzert 1991, ein Festkonzert zum 25-Jahr-Jubiläum des Chores 1996 – und ein weiteres zum 75-jährigen Stadtjubiläum von Herzogenburg mit der Aufführung des „Herbst“ aus Haydns „Jahreszeiten“ Eine besondere Herausforderung war die Einstudierung von Händels Oratorium „Messiah“, das in Zusammenarbeit mit Marcus Hufnagls „capella incognita“ im Juni 2006 aufgeführt wurde. Damit begann eine Serie von Oratorienkonzerten, die im Haydn-Jahr 2009 mit dessen „Jahreszeiten“ und zum 900-Jahr-Jubiläum des Stiftes 2012 mit der „Schöpfung“ fortgesetzt wurde.

Nun steht nun wieder ein besonders eindrucksvolles Werk aus der romantischen Epoche auf dem Programm: Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“, nach Worten des Alten Testaments für Soli, Chor und Orchester. Deshalb suchte Otto Schandl in den letzten Wochen Sangesfreudige, die den Chor bei diesem großen Werk unterstützen – und letzte Woche war die erste Probe, aufgestockt auf 86 Sänger.